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Mozilla stoppt Modern-UI-Projekt

Firefox fährt nicht länger Metro

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Mozilla hat angekündigt, nun doch keine Firefox-Version für das Modern UI von Windows 8 mehr zu entwickeln.

Der für Firefox zuständige Mozilla-Vice-President Jonathan Nightingale begründete das in einem Blog-Eintrag mit mangelnder Perspektive und Nachfrage. Mozilla habe an keinem einzigen Tag mehr als 1000 aktive Nutzer der Vorabversion für die neue Kacheloberfläche gezählt - im Vergleich zu Millionen Nutzern der Desktop-Vorabversionen von Firefox.

Mozilla hätte zwar eine Version 1.0 des seit Ende 2012 in der Entwicklung befindlichen Metro-Firefox herausbringen können, so Nightingale weiter, aber eben ohne ausreichendes Real-World-Testing. Fehler wären deswegen erst nach der Veröffentlichung entdeckt worden und hätten damit viel Entwicklungs-, Design- und QA-Arbeit nach sich gezogen - und die könne sich das Projekt angesichts knapper Ressourcen nicht leisten.

Mozilla habe daher entschieden, den Modern-UI-Firefox einzustellen. Natürlich gehe man damit das Risiko ein, dass Metro morgen plötzlich "abhebe" und man dann die Arbeit wieder aufnehmen müsse - dieses Risiko nehme man aber lieber in Kauf als ein signifikantes Investment in eine Plattform, an der die Nutzer kaum Interesse zeigten.