Finanz IT bestätigt Fusionsverhandlung

Joachim Hackmann ist Principal Consultant bei Pierre Audin Consulting (PAC) in München. Vorher war er viele Jahre lang als leitender Redakteur und Chefreporter bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Der Zusammenschluss mit der Sparkassen Informatik (SI) ist für 2008 geplant.

Die Finanz IT hat Berichte über einen Zusammenschluss mit der Sparkassen Informatik bestätigt. Ein entsprechendes Angebot der SI liege vor. "Ziel ist, zeitnah aus beiden IT-Systemhäusern partnerschaftlich und auf gleicher Augenhöhe einen neuen IT-Dienstleister für die Sparkassen-Finanzgruppe zu formen", ließ das in Hannover ansässige IT-Systemhaus wissen. Durch einen Zusammenschluss würde der europaweit größte IT-Dienstleister der Finanzbranche mit einer einheitlichen Infrastruktur und Anwendungslandschaft entstehen. Die Finanz IT wird dazu auf das Kernbankensystem "Osplus" der SI migrieren.

"Die Gesellschafter haben gemeinsam sehr intensiv alle Möglichkeiten geprüft, um die Finanz IT zukunftssicher im Markt aufzustellen. Sowohl eine Marktöffnung als auch die Konvergenz innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe stellten sinnvolle Optionen dar", betonte der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der FinanzIT, Gunter Dunkel. "Unser Ziel in den jetzt mit den Gesellschaftern der Sparkassen Informatik beginnenden Verhandlungen ist die beste Lösung für die Kunden, Mitarbeiter, Gesellschafter und Standorte der Finanz IT", sagte Dunkel.

Zu den Verhandlungszielen gehören unter anderem eine zeitnahe Gründung des neuen Unternehmens, eine gleichberechtigte Behandlung von Mitarbeitern und Standorten sowie eine zukunftsfähige Corporate Governance. Die Finanz IT schätzt das Synergiepotenzial nach dem Zusammenschluss auf rund 200 Millionen Euro pro Jahr.

Unabhängig von den nun beginnenden Verhandlungen setzt die Finanz IT ihr Mitte 2006 gestartetes Kostensenkungsprogramm fort, dessen Ziel es ist, bis Ende 2008 rund 100 Millionen Euro pro Jahr einzusparen. Dazu sollen unter anderem rund 600 Stellen gestrichen werden. Das Unternehmen beschäftigt rund 2.700 Mitarbeiter und nahm im Jahr 2006 gut 650 Millionen Euro mit Kunden aus der öffentlich-rechtlichen Finanzbranche ein. (jha)