PC-Konzerne rufen zurück

Feuer und Flamme für Sony-Akkus

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Kontinuität ist auch eine Tugend: Hewlett-Packard, Dell und Toshiba rufen Notebook-Akkus von Sony zurück. Es kann sich um Brandsätze handeln.

Die Notebook-Konzerne Hewlett-Packard (HP), Toshiba und Dell rufen wieder einmal Notebook-Akkus zurück. Und wie beim letzten Mal im Jahr 2006 stammen die defekten Energiequellen von Sony. Grund ist erneut, dass sich die Kraftzellen überhitzen und Feuer fangen können. Im Jahr 2006 waren geschätzte zehn Millionen Akkus ausgetauscht worden. Damals hatte sogar Fluglinien ihren Kunden für kurze Zeit untersagt, Notebooks von Dell und Apple an Bord zu verwenden. Derzeit sind rund 100.000 Stück betroffen. Indes zeigt die Erfahrung, dass sich die Zahl im Laufe von Monaten deutlich erhöhen kann. Die Konzerne forderten ihre Kunden auf, die Akkus ab sofort nicht mehr zu verwenden.

Aktuelle Explosiv-Akkus wurden zwischen Oktober 2004 und Juni 2005 hergestellt. Weltweit wurden bislang etwa 40 Fälle verzeichnet, in denen sich die Blöcke überhitzt haben, räumte Sony am Freitag ein. Hauptursache für die Defekte seien damals Veränderungen im Herstellungsprozess gewesen, so das Unternehmen. Von den 100.000 Akkus gingen 35.000 in die USA, HP verbaute rund 32.000 Stück. Immerhin 63.000 Akkus gingen nach Europa und Asien. In Kürze dürften Sony und die Hersteller melden, welche Notebook-Serien hierzulande betroffen sind. Die eigenen "Vaio"-Notebooks haben laut Sony funktionierende Akkus.