SAP BusinessObjects Planning

FC Bayern plant künftig mit SAP

Wolfgang Miedl arbeitet Autor und Berater mit Schwerpunkt IT und Business. Daneben publiziert er auf der Website Sharepoint360.de regelmäßig rund um Microsoft SharePoint, Office und Social Collaboration.
Anzeige  Hinter der Erfolgsfassade von Bayern München arbeitet ein mittelständisches Wirtschaftsunternehmen am Ruhm des Rekordmeisters. Die Planungsprozesse wickelt man dabei zukünftig mit SAP BusinessObjects Planning ab. Computerwoche sprach darüber mit Stefan Mennerich, dem IT-Manager von Bayern München.
Steigt mit dem FC Bayern bei der Geschäftsplanung von Excel zu SAP BusinessObjects Planning auf: Stefan Mennerich, IT-Manager beim Rekordmeister.
Steigt mit dem FC Bayern bei der Geschäftsplanung von Excel zu SAP BusinessObjects Planning auf: Stefan Mennerich, IT-Manager beim Rekordmeister.

Computerwoche: Herr Mennerich, Sie setzen beim FC Bayern München als einer der ersten Mittelständler SAP BusinessObjects Planning (BPC) ein, um damit Ihre Finanz- und Prozessdaten zu planen. Mit welchen Werkzeugen wurden diese Prozesse bisher unterstützt?

Stefan Mennerich: Bislang haben wir für diese Zwecke eine Excel-Lösung verwendet, um die Daten zusammenzuführen, wie das bei vielen mittelständischen Unternehmen üblich ist. Die Planer gewannen die Daten aus dem vorhandenen System und bereiteten sie manuell auf. Nach jedem Periodenabschnitt wurden die Werte dann den Ist-Zahlen des jeweiligen Abschnitts gegenübergestellt.

Computerwoche: Welche konkreten Vorteile wird Ihnen die neue Lösung im Geschäftsalltag bringen?

Mennerich: Die Planer können weiterhin in ihrer vertrauten Excel-Umgebung arbeiten, ohne dabei auf den Vorteil der Integration verzichten zu müssen.

Mit Hilfe der neuen Planungssoftware konzentriert sich der zuständige Planer künftig vollständig auf die effektive Konzeption, Budgeterstellung, Analyse und Berichterstellung. Die Datenbeschaffung und -zusammenstellung nimmt ihm die integrierte Lösung komplett ab, die dafür notwendigen Unternehmenskennzahlen kommen aus unserem bereits vorhandenen SAP Business Warehouse.

Durch die von Freudenberg IT pilotierte Anwendung erhalten wir als einer der ersten Mittelständler die Möglichkeit, wesentlichen Einfluss auf die Content-Entwicklung für Ergebnis- und Liquiditätsplanung zu nehmen. Von Vorteil ist dabei auch, dass wir SAP BPC auf die Bedürfnisse unserer speziellen Planungsprozesse zuschneiden können.

Computerwoche: Können Sie uns einmal erläutern, mit welchen Geschäftsprozessen Sie in der Fußballbranche zu tun haben und welchen Mehrwert die IT hierzu liefert?

Mennerich: Zu unseren zentralen Prozessen im Fußballgeschäft zählt der Verkauf von Fußballtickets und Fanartikeln - und zwar über verschiedene Kanäle wie Telesales, Fanshops mit POS-Systemen und natürlich über E-Commerce. Um all diese Verkaufsschienen vor Ort und online bedienen zu können, ist die IT unersetzlich.

Zudem darf auch die Nachbetreuung nicht unterschätzt werden, weil wir es mit ganz besonderen Kunden zu tun haben, nämlich mit unseren treuen Fans. Die betreuen wir nach dem Einkauf über ein besonders "zuvorkommendes" CRM-System weiter.

Computerwoche: Skizzieren Sie bitte noch kurz die IT-Landschaft des FC Bayern.

Mennerich: Wir setzen SAP-Systeme für alle ERP- und CRM-Aufgaben ein. Daneben verfügen wir über eigenentwickelte Anwendungen für E-Commerce, E-Fanbetreuung, Web-TV und weitere Dienste. Hinzu kommen Ticketing-Systeme sowie weitere technische IT-Systeme in den Bereichen Audio, Video und Security.

Computerwoche: Vielen Dank für das Gespräch.