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"FAZ": Siemens-Suche nach Lösungen für SBS mit enormen Schwierigkeiten

08.11.2005
Siemens stößt bei der Suche nach einer Lösung für seine defizitäre IT-Sparte nach einem Pressebericht auf enorme Schwierigkeiten.

Einige Wettbewerber wie Atos Origin, EDS, Capgemini oder T-Systems sollen die Siemens Business Services (SBS) unter die Lupe genommen haben, doch schrecken sie vor einer Übernahme angeblich zurück, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" meldet. Ein großes Hindernis seien die Verträge von SBS für langfristige Projekte mit kaum zu kalkulierenden Risiken. So werde in der Branche damit gerechnet, dass Siemens weiterhin nur kleinere Teile von SBS abspalte und verkaufe.

Zudem sorge der seit Januar amtierende Konzernchef Klaus Kleinfeld für Verwirrung in der Konzernzentrale, weil er sich im Gegensatz zu seinem Vorgänger Heinrich von Pierer in Entscheidungen auf unteren Hierarchieebenen einmische, berichtet die Zeitung weiter. Manche sprächen davon, es bildeten sich zwei Lager in der Führungsspitze. Auf der einen Seite die Bewahrer von "Siemens alt", auf der anderen Kleinfeld.

Kleinfeld fahre einen stärker am Kapitalmarkt orientierten Kurs als Pierer. Dies decke sich mit den Vorstellungen von Finanzvorstand Heinz-Joachim Neubürger zwar besser als zu Pierers Zeiten. Doch verlange Neubürger, der sich Hoffnung auf den Chefposten von Siemens gemacht habe, mehr Aufgaben und mehr Verantwortung, wie zu hören sei. (dpa/tc)