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FAST stellt Suchtechnik für mobile Geräte vor

15.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Als nach eigenen Angaben erster Anbieter am Markt hat die norwegische Firma Fast Search and Transfer (FAST) eine Suchlösung angekündigt, die speziell auf mobile Endgeräte zugeschnitten ist. "FAST mSearch" ging aus dem Kernprodukt "Enterprise Search Platform" (ESP) hervor und wurde anfänglich gemeinsam mit Nokia entwickelt.

Vodafone setze eine angepasste Ausführung bereits seit zwei Jahren ein, erklärte Produkt Marketing Manager David Isaacson. Aus Markt-, nicht technischen Gründen habe sich FAST aber erst jetzt zur Kommerzialisierung entschieden und peile drei Zielmärkte an - Carrier, Content-Anbieter sowie Unternehmen.

Die Lösung der Norweger umfasst zwei Komponenten - "Portal Search" beschränkt die Suche auf die spezifischen Inhalte eines Mobilnetzbetreibers und seiner Partner, "Mobile Web" durchsucht das ganze Internet (wofür der Endkunde, falls ihm sein Carrier das überhaupt erlaubt, gemeinhin mehr zahlen muss).

Zu den Preisen wollte sich Isaacson gegenüber "Computerwire" nicht detaillierter äußern. Er sagte lediglich, Portal Search werde im Rahmen "eines klassischen Unternehmenssoftware-Modells" lizenziert, Mobile Web dagegen werde pro tausend Suchen abgerechnet.

Konkurrenz für mSearch erwartet der FAST-Mann nicht von Autonomy oder Verity, sondern eher von den großen Anbietern im öffentlichen Web wie Google oder Yahoo. Allerdings bezweifelt er deren Erfolgsaussichten: "Werden sich die Telcos mit ihnen verbünden, nur um dann schließlich festzustellen, dass die Search-Marke sichtbarer wird als die des Carriers?" (tc)