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Fangates adé

Facebook ändert Plattformrichtlinie

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Facebook hat gestern Abend nicht nur die Version 2.1 der Graph API veröffentlich, sondern auch seine Plattformrichtlinie in zwei Punkten geändert.

Entwickler haben 90 Tage Zeit, den Änderungen zu folgen, wie unter anderem "The Next Web" berichtet. Die erste Änderung ist simpel: Falls ein Spiel auf Facebook mögliche In-App-Käufe anbietet, dann muss der Entwickler darauf schon in der Beschreibung des Games hinweisen.

Die zweite Änderung dürfte erheblich mehr Auswirkungen haben: Facebook verbietet künftig das Schaffen von Anreizen für die Benutzung seiner Social Plugins und für das Liken (Drücken des "Gefällt-mir"-Knopfes) einer Facebook-Seite. Das heißt, man darf künftig keine Belohnungen mehr anbieten oder Apps und App-Inhalte erst zugänglich machen, wenn der Nutzer eine Page geliked hat, im Facebook-Entwickler-Jargon "Fangate". Auch weiterhin inzentivieren darf man das Einloggen in eine App, das Einchecken an einem Ort oder die Teilnahme an einem Gewinnspiel auf einer App-Seite.

Die englischsprachige (und einzig relevanten) Platform Policy ist bereits entsprechend angepasst; in der deutschen Übersetzung dürften die Änderungen bald folgen.