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Exabyte steht vor dem Aus

14.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Dem Bandspeicher-Spezialisten Exabyte droht einer Pflichtveröffentlichung bei der US-Börsenaufsicht zufolge der Bankrott. Wie aus dem SEC-Filing hervorgeht, hat das Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren operativ rote Zahlen geschrieben und nur noch drei Millionen Dollar Barreserven. Exabytes Cash-Flow ist seit drei Jahren negativ, das Defizit beträgt 83,8 Millionen Dollar. Auch die Kreditlinie der Herstellers bei der Silicon Valley Bank sei bereits voll ausgeschöpft, heißt es weiter.

Vor rund einem Jahr hatte Exabyte die Startup-Firma Ecrix übernommen (Computerwoche online berichtete), die eine besonders leistungsfähige Bandtechnik entwickelt hatte. Die finanzielle Rettung brachte dies aber nicht. "Bestimmte Faktoren im Zusammenhang mit dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lassen Zweifel aufkommen, ob das Unternehmen seinen Betrieb weiterführen kann", schreibt Exabyte, das im Juli eine Restrukturierung beschlossen und Mitarbeiter entlassen hatte. Die liquiden Mittel würden wohl nur noch bis Ende des Jahres ausreichen. (tc)