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EU-Kommission soll Whatsapp-Kauf genehmigen

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Facebook hat die EU-Kommission gebeten, einen Blick auf seine geplante und in den USA von den Kartellwächtern schon abgenickte Übernahme von Whatsapp zu werfen.

An sich hätte sich Brüssel die 19 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme wohl nicht angeschaut, weil sie Facebooks Umsatz kaum nennenswert erhöhen dürfte, schreibt das "Wall Street Journal". Europäischen Mobilfunkanbietern sei sie aber sehr wohl ein Dorn im Auge (weil OTT-Messenger wie Whatsapp das Geschäftsmodell SMS/MMS unwiederbringlich ruinieren beziehungsweise schon ruiniert haben).

Europaflaggen vor dem Sitz der EU-Kommission in Brüssel
Europaflaggen vor dem Sitz der EU-Kommission in Brüssel
Foto: Radio Nederland

Mit der Prüfung durch die Kommission möchte Facebook dem Bericht zufolge möglichen einzelstaatlichen Kartellverfahren entgehen; solche drohten offenbar unter anderem in Großbritannien, Spanien und Zypern und hätten die Übernahme deutlich erschweren und verzögern können. Die US-amerikanische Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission (FTC) hatte den Deal im April unter allerlei Datenschutzauflagen genehmigt.