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EU billigt Orange-Übernahme durch Mannesmann

22.12.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die EU-Kommission hat grünes Licht für die Übernahme von Orange durch Mannesmann gegeben. Die Behörde verlangte lediglich, daß der neue Konzern die Orange-Anteile an dem österreichischen Mobilfunkanbieter Connect Australia abgibt. Zu diesem Schritt hatte sich Mannesman aber schon vor dem Kauf des britischen Mobilfunkbetreibers entschlossen.

Durch die Übernahme, die Mannesmann rund 59,8 Milliarden Mark kostet, avanciert der Düsseldorfer Konzern zu Europas größtem Mobilfunkbetreiber. Orange hat in Großbritannien 3,5 Millionen Kunden und einen Marktanteil von 17 Prozent. Der Kauf des britischen Unternehmens gilt als einer der wichtigsten Gründe, weshalb Vodafone Airtouch alle Hebel in Bewegung setzt, um sich Mannesmann einzuverleiben. Den Briten wäre der deutsche Wettbewerber sonst zu stark. Am Donnerstag, einen Tag vor Heiligabend, will Vodafone das offizielle Umtauschangebot an die Aktionäre der Mannesmann AG unterbreiten. Dabei sollen 53,7 Vodafone-Aktien pro Mannesmann-Papier geboten werden. Mannesmann hatte die Offerte von Vodafone wiederholt abgelehnt. Sollte die Übernahme zustandekommen, müßte sich Mannesmann aus wettbewerbsrechtlichen Gründen wieder von Orange trennen.