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Entlassungen und Kurzarbeit bei GFT

16.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der IT-Dienstleister GFT Technologies hat für das erste Halbjahr 2002 einen Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 8,2 Millionen Euro gemeldet nach einem Fehlbetrag von 1,2 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Allein im zweiten Quartal entstand ein Verlust von fünf Millionen Euro. Der Verlust nach Steuern für die ersten sechs Monate beträgt 6,6 Millionen Euro nach 1,6 Millionen Euro im Vorjahreshalbjahr. Den Umsatz konnte GFT im 1. Halbjahr 2002 auf 82,9 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 43,1 Mio Euro) steigern - allerdings nur durch Zukäufe. Ohne die 2001 übernommene Deutsche Bank-Tochter Emagine gingen die Einnahmen in der ersten Hälfte 2002 auf 34,7 Millionen Euro zurück. Bis Ende des Jahres will GFT bis zu 120 Stellen streichen und in Deutschland und Spanien möglicherweise kurzarbeiten lassen.

Mitte Juli hatte GFT sein Umsatzprognose auf 165 Millionen Euro und ein positives EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) reduziert (Computerwoche online berichtete). Nach Angaben von Finanzvorstand Markus Kerber liegen derzeit Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 140 Millionen Euro vor. GFT macht fast zwei Drittel seines Geschäfts mit seinen Hauptkunden Deutsche Post und Deutsche Bank. (tc)