CeBIT-Veranstalter Deutsche Messe AG

Ende 2011 in den schwarzen Zahlen

08.08.2011
Dank eines starken Auslandsgeschäfts und steigender Aussteller- und Besucherzahlen ist die Deutsche Messe AG nach eigener Einschätzung Ende 2011 zurück in den schwarzen Zahlen.
Messe-Chef Wolfram von Fritsch hofft für 2011 wieder auf schwarze Zahlen.
Messe-Chef Wolfram von Fritsch hofft für 2011 wieder auf schwarze Zahlen.

Nach vier verlustreichen Jahren werde voraussichtlich wieder ein Gewinn eingefahren, sagte Vorstandschef Wolfram von Fritsch am Montag in Hannover. Das Plus soll mehr als 15 Millionen Euro betragen, nach einem Fehlbetrag von rund 28 Millionen 2010. Auch beim Umsatz dürfte das Unternehmen zulegen: Die Erlöse sollen laut derzeitiger Prognose von 212 Millionen auf über 275 Millionen Euro wachsen.

"Wir haben den ersten wichtigen Schritt in den neuen Vier-Jahres-Zeitraum von 2011 bis 2014 geschafft", meinte der Messe-Chef. Die Großveranstaltungen CeBIT und Hannover Messe hätten sich zuletzt erholt. "Was uns viele Aussteller sagen, ist: Ihr habt die Trendwende hinbekommen", berichtete von Fritsch. Viele hätten bereits Verträge für die kommenden Jahre abgeschlossen. Im Ausland angebotene Ausstellungen, aber auch das ausländische Publikum bei den beiden größten Zugpferden im Inland spielten eine zentrale Rolle.

Die Deutsche Messe AG startete im vorigen Jahr 14 neue Messen außerhalb Deutschlands, 2011 kommen neun weitere hinzu. Wegen der unterschiedlichen Veranstaltungsdichte sind einzelne Messejahre aber oft nicht direkt vergleichbar. So gibt es 2012 nur eine kleinere Ausgabe der Hannover Messe, dafür jedoch die IAA Nutzfahrzeuge.

Trotz der saisonal schwankenden Auslastung seien die erwarteten Zahlen "kein Zufallstreffer", betonte von Fritsch. Das zyklische Geschäft verlange langfristige Beteiligungen wie die Übernahme der Veranstaltungsagentur "event it". Kurzfristig sei das Ergebnis aber wohl nicht zu halten: "2012 wird es wieder eine rote Zahl sein."

Der Ausbau im Ausland gehe weiter - unter anderem in Brasilien, China, Südafrika und der Türkei. Während zwischen 2007 und 2010 im Schnitt 35 Millionen Euro international umgesetzt worden seien, sollen es zwischen 2011 und 2014 pro Jahr 50 Millionen sein. In Shanghai falle in diesem Jahr erstmals eine Dividende ab, nachdem die Erträge bislang immer in Investitionen zurückgeflossen seien.

Auf dem Messegelände in Hannover will von Fritsch einige Flächen neu aufstellen, um öfter als bisher mehrere Veranstaltungen zur gleichen Zeit anbieten zu können. Vor kurzem wurden auch die jahrelang geleasten Messehallen 1 und 3 von US-Baufinanzierern zurückgekauft. Unterm Strich fiel dabei ein "kleiner einstelliger Millionenüberschuss" an. Mit insgesamt acht internationalen Leitmessen und über 125 Einzelveranstaltungen ist das laufende Jahr das ereignisreichste in der Geschichte der Deutschen Messe AG. (dpa/tc)