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EMI und Time Warner machen weitere Zugeständnisse

20.09.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Um ihr geplantes Musik-Joint-Venture zu retten, haben Time Warner und die britische EMI Group weitere Konzessionen bei der Europäischen Kommission eingereicht. Das Angebot an die Kartellwächter beinhalte den Verkauf von Platten-Labels in Frankreich, Dänemark, Griechenland und Spanien, berichtet das "Wall Street Journal". Zudem sollen sich die beiden Firmen bereit erklärt haben, ihre Vertriebsgeschäfte zu restrukturieren, die Herstellung von CDs zu veräußern und ihre Produktion von Compilations zu verändern. Eingeweihten Kreisen zufolge wären die Konzerne zudem mit der Festsetzung von Copyright-Gebühren durch die nationalen Sammelstellen einverstanden. Die Frist für die Eingabe erneuter Zugeständnisse war gestern Mittag abgelaufen (Computerwoche.de berichtete). Nun hoffen Time Warner und EMI auf grünes Licht von Brüssel, um ihren 20 Milliarden Dollar schweren Merger über die Bühne zu bringen.