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EMC und HP schließen Speicherpakt

18.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die beiden Storage-Konkurrenten Hewlett-Packard (HP) und EMC wollen sich im Rahmen eines Cross-Licencing-Abkommens die APIs (Application Programming Interface) ihrer Speichersysteme gegenseitig zur Verfügung stellen. Ziel ist es, eine Storage-Management-Software zu entwickeln, die die Produkte beider Unternehmen im Netz verwalten und kontrollieren kann.

Bis Anfang nächsten Jahres wollen die beiden Partner bestimmte APIs - unter anderem für EMCs "Symmetrix"- und "Clariion"- sowie HPs "XP"- und "Enterprise-Virtual"-Arrays - integriert haben. Bei der Vereinbarung handelt es sich um eine Ausweitung eines bereits bestehenden API-Austauschs zwischen EMC und Compaq. Hinzu kommen soll nun die API-Unterstützung für HPs Virtual-Array- sowie dessen XP-Produktlinie. HP wird EMCs APIs unter anderem in seinen Produkten "Open SAN Manager", "Enterprise Volume Manager", "SecurePath", "OpenView", "Storage Area Manager" sowie "Data Replication Manager" verwenden. EMC wiederum wird die APIs von HP in seine "ControllCenter"-Management-Software-Suite integrieren, die den "ECC SAN Manager", "StorageScope", "PowerPath" sowie die Middleware "WideSky" umfasst.

Aufgrund des API-Pakts soll die Speichersoftware beider Unternehmen die Systeme des jeweils anderen im Netz erkennen und deren Leistungs- sowie Konfigurationsdaten sammeln können. Darüber hinaus wollen beide Partner ein gemeinsames Support-Abkommen unterzeichnen, das es Anwendern mit heterogenen HP/EMC-Speicherlandschaften ermöglicht, sich im Ernstfall an beide Hersteller zu wenden. (kf)