Software Defined Storage

EMC präsentiert neue ViPR-Plattform für Virtualisierung und Cloud

Christian Vilsbeck war viele Jahre lang als Senior Editor bei TecChannel tätig. Der Dipl.-Ing. (FH) der Elektrotechnik, Fachrichtung Mikroelektronik, blickt auf langjährige Erfahrungen im Umgang mit Mikroprozessoren zurück.
Die neue ViPR-Plattform ist ein weiterer Schritt von EMCs Strategie der IT-Transformation. Speichersysteme müssen flexibel, einfach und skalierbar zu verwalten sein, um für Cloud-Infrastrukturen und Big Data gerüstet zu sein. ViPR verwaltet die Storage-Systeme und die Daten.

EMCs Strategie der IT-Transformation soll Unternehmen für aktuelle und künftige Anforderungen rüsten. Hierzu zählen vor allem private Cloud-Infrastrukturen, virtualisierte Umgebungen und Big-Data-Lösungen. Obwohl der Hersteller weiterhin neue und leistungsfähigere Storage-Systeme wie die VNX bringt, rückt das reine "Blech" bei EMC zunehmend in den Hintergrund. Wichtig sind Services und Komplettlösungen für Unternehmen, wie beispielsweise VSPEX Proven Infrastructure.

Ein Schritt in diese Richtung ist nun die Ankündigung von EMC, dass die neue "Software Defined Storage Plattform" ViPR noch im September ausgeliefert wird. Mit ViPR lassen sich die existierende Speicherinfrastruktur von Unternehmen sowie auch die darin gespeicherten Daten verwalten. EMC will damit die Grundlage für die Automatisierung der Speicherlandschaft im Rechenzentrum sorgen. Mit ViPR unterstützt EMC die eigenen neuen VNX-Speichersysteme sowie deren Vorgängergeneration, VMAX, VPLEX, Isilon und RecoverPoint. Außerdem kann ViPR auch Arrays von Drittanbietern wie beispielsweise von NetApp einbinden. Durch Updates werden laut EMC künftig weitere Arrays von Drittanbietern und Standard-Hardware unterstützt.

Mit ViPR will EMC Unternehmen die Möglichkeit geben, ihre Storage-Infrastrukur durch die Einbindung vielfältiger Speichersysteme- und -dienste fit für künftige Anwendungen zu machen. Durch den Ansatz des "Software Defined Storage" sollen Service Provider und IT-Abteilungen das Betriebsmodell webbasierter Rechenzentren verfolgen können, ohne unzählige IT-Experten zu benötigen, die eine maßgeschneiderte Umgebung aufbauen und betreiben müssen.

Laut EMC soll ViPR bei seiner Auslieferung bereits die Object Data Services enthalten. Damit unterstützt die Plattform Standard-APIs zu Diensten wie Amazon S3, OpenStack Swift und Atmos. Desweitern lassen sich mit ViPR Objekte als Dateien betrachten, wodurch EMC sehr geringe Latenzzeiten bieten will, die für objektbasierte Speichermodelle typisch seien. EMC zufolge lassen sich die Object Data Services auf allen von ViPR unterstützten Storage-Systemen einsetzen. Der Hersteller plant zudem weitere Datenservices für die ViPR-Plattform. Hierzu zählt beispielsweise der HDFS Data Service. Damit sollen Hadoop-Analysen über die gesamte Speicherumgebung durchführbar sein, auch wenn diese heterogen aufgebaut ist.

Laura DuBois, Program Vice President Storage bei IDC, kommentiert den Marktstart von ViPR wie folgt: "ViPR vereinfacht ein sehr komplexes Problem - das Management heterogener Speicherumgebungen. Dass gleichzeitig die Funktionalität bestehender Speicherarrays erweitert wird, ist wirklich stark. Es gibt derzeit einen Makrotrend in der IT hin zu Self Service. ViPR ist ein erster, wichtiger Schritt dahin, dies einfach Wirklichkeit werden zu lassen."

EMC wird mit der Einführung von ViPR ab dem vierten Quartal 2013 über seine Global Services Workshops zu Software-Defined Storage (SDS) anbieten. Diese seien ideal für Kunden, um ViPR in ihrer IT-Umgebung zu implementieren.