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Electronic Arts mit Gewinn- und Umsatzwarnung

22.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der weltgrößte Hersteller von Videospielen, Electronic Arts (EA), leidet unter Absatzschwäche. Wegen der enttäuschenden Umsätze bei einigen Spieletiteln befürchtet das in Redwood City, Kalifornien, beheimatete Unternehmen, die Prognosen für das vierte Geschäftsquartal 2004/5 (Ende: 31. März) deutlich zu verfehlen. So erwartet EA nun nur noch Einnahmen zwischen 525 Millionen und 550 Millionen Dollar. Zuvor war das Unternehmen von 700 bis 750 Millionen Dollar Umsatz ausgegangen. Außerdem soll der Gewinn pro Aktie jetzt lediglich sechs bis acht Cent betragen. Hier hatte die Spieleschmiede ursprünglich einen Profit zwischen 25 und 30 Cent je Anteil in Aussicht gestellt.

Man habe die Auswirkungen des Versorgungsengpasses bei Konsolen während des Weihnachtsgeschäfts auf den Spieleverkauf deutlich unterschätzt, erklärte Finanzchef Warren Jenson in einer Stellungnahme. Dabei sei insbesondere der Absatz bei Titeln für die zeitweise nicht mehr lieferbare Sony Playstation 2 deutlich unter den Erwartungen geblieben.

Aus Sicht von Analysten ist dies allerdings nur ein vorgeschobenes Argument, um den eigentlichen Grund, den Mangel an Kassenschlagern, zu kaschieren. Ihrer Ansicht nach hätten EA in den vergangenen Monaten Titel wie "Halo 2" oder "Grand Theft Auto: San Andreas" gefehlt, mit deren Hilfe die Konkurrenten Microsoft und Take-Two deutlich zulegen konnten. (mb)