Web

 

Eito bestätigt Aufschwung in der westeuropäischen ITK-Industrie

14.10.2004
Der ITK-Branche Westeuropas stehen wieder bessere Zeiten bevor - sagt das European Information Technology Observatory (Eito) in seiner jüngsten Herbstprognose.

Der ITK-Branche Westeuropas stehen nach den letzten Krisenjahren wieder bessere Zeiten bevor. Dies bekräftigte das European Information Technology Observatory (Eito) in seiner jüngsten Herbstprognose. Demnach dürften die westeuropäischen Märkte für IT- und TK-Produkte sowie -Dienstleistungen im laufenden Jahr voraussichtlich um drei Prozent auf ein Volumen von insgesamt 611 Milliarden Euro klettern. 2005 sei mit einer Beschleunigung des Wachstums auf vier Prozent zu rechnen, hieß es weiter. Damit korrigierte das Eito seine Frühjahrsprognose geringfügig nach unten. Im März hatten die Marktforscher noch Wachstumsraten von 3,1 für 2004 beziehungsweise 4,4 Prozent für das kommende Jahr vorhergesagt. Eito-Geschäftsführer Bernhard Rohleder bewertete dies jedoch heute anlässlich der Auftakt-Pressekonferenz zur kommenden Woche beginnenden Systems in München als "marginale Anpassung" und kritisierte die überwiegend kritische

Berichterstattung einiger Wirschaftsmedien als sachlich nicht gerechtfertigt.

Bei der Präsentation der jüngsten Eito-Zahlen gestern in Frankfurt am Main hatte Rohleder die leichte Anpassung der Prognosen damit begründet, dass sich die Hoffnungen, die durch die Ende 2003 registrierten Auftragseingänge genährt wurden, nicht bei allen Unternehmen "zur Gänze" erfüllt hätten. Insgesamt sei jedoch der "Wiederaufschwung nachhaltig", es gebe keinen Grund, von der insgesamt optimistischen Einschätzung abzurücken. Dies gelte umso mehr, als der westeuropäische ITK-Markt in diesem Jahr deutlich schneller wachse als die westeuropäische Gesamtwirtschaft. Diese erholt sich gerade von ihrem schwachen Wachstum (0,8 Prozent in 2003) und erreicht 2004 voraussichtlich ein Plus von vier Prozent. Auf Westeuropa entfallen laut Eito rund 28,4 Prozent am weltweiten ITK-Markt. Deutschland erreicht einen Anteil von sechs Prozent am weltweiten und 21,2 Prozent am westeuropäischen ITK-Markt und liegt damit knapp vor Großbritannien mit einem

Anteil von 5,8 Prozent weltweit und 20,5 Prozent in Westeuropa.

Der westeuropäische IT-Markt erreicht Eito-Angaben zufolge 2004 ein Marktvolumen von 293 Milliarden Euro und erzielt mit 2,3 Prozent Wachstum erstmals wieder ein Plus. Im kommenden Jahr dürfte der Markt um weitere 4,2 Prozent auf dann 306 Milliarden Euro zulegen. Angetrieben werde die IT-Industrie überwiegend durch eine starke Nachfrage nach Notebooks. Die Vernetzung von Geschäftsprozessen über Unternehmensgrenzen hinweg kurbele zudem den Markt für Software und IT-Services an, hieß es weiter. In der TK-Branche erwarten die Eito-Experten in Westeuropa für 2004 und 2005 annähernd gleiche Wachstumsraten von 3,7 beziehungsweise 3,8 Prozent. Damit erreicht der Markt in diesem Jahr ein Volumen von 318 Milliarden Euro und steigt 2005 auf 330 Milliarden Euro. Wachstumsmotoren im TK-Sektor sind laut Eito zum einen die Mobiltelefone der neuen Generation, wo besonders die Integration von Digital-Fotografie und Farbdisplays die Nachfrage anheizen. Gleichzeitig würden

neue Datendienste wie Mobilfunkportale und Multimedia Messaging (MMS) für eine spürbare Marktbelebung sorgen. (gh)