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Einstellungsstopp bei Intel

21.02.2001
Halbleiterriese Intel muss Kosten senken. Deswegen wird der Konzern bis auf weiteres kein neues Personal einstellen und die Löhne einfrieren. Einzig Forschung und Entwicklung bleiben verschont.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Vorbei sind die Zeiten, als Kunden Intel die Chips nur so aus den Händen rissen. Um in diesem Jahr operative Kosten in Höhe mehrerer hundert Millionen Dollar einzusparen, hat sich der Konzern ein rigides Sparprogramm verordnet. Zu den geplanten Maßnahmen gehört auch der Abbau von Arbeitsplätzen. Entlassungen soll es aber nicht geben. Dafür wurde ein Defacto-Einstellungsstopp verhängt. Die Arbeitsplätze ausscheidender Mitarbeiter werden nicht wieder besetzt - außer im strategisch wichtigen Forschungs- und Entwicklungsbereich, dessen Budget unangetastet bleibt . Intel beschäftigt zurzeit weltweit rund 80.000 Menschen.

Die Belegschaft bekommt den Sparkurs aber auch anderweitig zu spüren: Geplante Gehaltserhöhungen für leitende Angestellte werden auf Oktober verschoben, das "Fußvolk" bekommt zunächst nur die Hälfte der für April geplanten Gehaltserhöhung, die restlichen 50 Prozent sollen im Oktober nochmals geprüft werden.