CIO Ben Fried

Einblicke in Googles interne IT

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Wenn es um Notebooks geht, dann ist Google-CIO Ben Fried noch strikt gegen BYOD.

Das ist nur eine der vielen Einsichten, die man einem interessanten Artikel über Googles interne IT und IT-Strategie bei "All Things Digital" entnehmen kann. In dem Porträt von Google-CIO Ben Fried stehen eine Menge interessanter Dinge darüber, welche Geräte und Software Google-Mitarbeiter benutzen dürfen und welche nicht (Dropbox zum Beispiel).

Ben Fried, Chief Information Officer (CIO) von Google
Ben Fried, Chief Information Officer (CIO) von Google
Foto: E2 Conference via Flickr

Und auch einiges über interne Systeme, die Google nicht - wie Google Drive und Apps - auch an seine Kunden verkauft. Das interne Videokonferenzsytem "GVC" zum Beispiel, das firmenweit mehr als 7000 Mal installiert ist und über das allein am 3. September 2013, dem ersten Arbeitstag nach dem Labor-Day-Wochenende, 25.000 Videokonferenz-Meetings mit 80.000 Endpoints abgewickelt wurden (der durchschnittliche Googler macht laut Fried drei am Tag).

Eines der interessantesten Projekte unter der Ägide von Fried, der seit fünf Jahren CIO bei Google ist und vorher 13 Jahre lang für Morgan Stanley arbeitete, wird zum Schluss beschrieben: Mit "Beyond Corp" will Google sicherer werden, indem es interne Netze so behandelt, als wären sie genauso gefährlich wie das "große, böse Internet". Branchenexperten bezeichnen dieses Konzept als "Zero Trust Network", in dem jeder Traffic überprüft wird.

Fried sieht Beyond Corp als Alternative zu dem klassischen Vorgehen vieler Unternehmen, ihren Mitarbeiter digitale Tokens in die Hand zu drücken und Verschlüsselung zu verwenden, um sie sicher in VPNs zu tunneln. "Das hier kommt nach VPN", sagt Fried. Es sei ein Trugschluss, überhaupt irgendeinem Netz zu vertrauen. "Die Idee, ein Netz sei sicherer als ein anderes war vollkommen verkehrt - die meisten Rechner in diesem Netz verbanden sich irgendwann am Tag doch irgendwann mit dem Internet."

Beyond Corp ist nur eine der vielen Gratwanderungen des CIOs zwischen Kontrolle und Übertragen von Verantwortung auf die Mitarbeiter - aus Sicht von Fried ist der besten Weg, den Google-Mitarbeitern Freiheit und freie Wahl von Arbeitsplatz und -gerät zu gewähren eben das (transparente) Beschränken des Netzzugangs.

Den vollständigen Artikel über Google-CIO Ben Fried und seine Konzepte können Interessierte hier (in englischer Sprache) nachlesen.