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Ein Browser lernt schreiben und rechnen

02.08.2000
Open-Source-Gruppe verschmilzt Star Office mit Mozilla

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Man stelle sich einen Browser vor, mit dem man nicht nur im Web surfen und Homepages erstellen kann, sondern in dem auch klassische Office-Anwendungen wie Präsentationsprogramme, Tabellenkalkulation und Textverarbeitung ablaufen. Dieses Projekt hat sich die neu gegründete Open-Source-Gruppe MozOffice.org vorgenommen, indem sie den Mozilla-Browser mit der "Star-Office"-Suite von Sun Microsystems kombiniert. Die Software- und Server-Company will den Quellcode seines Office-Produkts im Oktober offenlegen.

Die MozOffice.org-Gruppe, die vom Mozilla-Projekt-Mitglied James Russell ins Leben gerufen wurde, will sich bei ihrem Vorhaben vor allem auf die Browser-Engine "Gecko" stützen. Diese Mozilla-Technologie kann nicht nur Web-fähige Inhalte und Applikationen erstellen, sondern verwendet zudem die Benutzerschnittstelle XUL (Extensible User Interface, sprich: "Zool"). Entwickler können über diese Programmierschnittstelle das Erscheinungsbild des Browsers (inklusive Menüs, Buttons und Adressleiste) in XML (Extensible Markup Language) ihren Wünschen anpassen und müssen nicht auf klassische Programmiersprachen wie C++ zurückgreifen.