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EDS muss den Wert des Navy-Deals erneut berichtigen

26.10.2004

Der US-amerikanische IT-Dienstleister EDS muss möglicherweise eine weitere Abschreibung auf den insgesamt mit 8,8 Milliarden Dollar dotierten IT-Servicevertrag mit der Navy hinnehmen, das berichtet die Online-Ausgabe des "Wall Street Journal". Der Vertrag wurde im Jahr 2000 vereinbart und umfasst die Erneuerung und den Betrieb der Kommunikationsinfrastruktur für rund 360 000 Mitarbeiter an weltweit rund 4000 Stützpunkten. Angeblich sind sich EDS und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG über die Verrechnung der Einnahmen und der Bewertung der Aktiva des Navy-Abkommens uneins. Infolge dessen wurde die Präsentation der Unternehmenszahlen aus dem dritten Geschäftsquartal um etwa eine Woche verschoben. Über die Höhe der möglichen Abschreibung machte das Unternehmen keine Angaben.

Es wäre die zweite Wertberichtigung des Navy-Deals. Bereits im vierten Quartal vergangenen Jahres musste EDS 559 Millionen Dollar abschreiben. Zudem räumte das Management im Juni 2004 ein, dass das Projekt EDS insgesamt einen operativen Verlust von zwei Milliarden Dollar beschert hat. (jha)