Editor im Test: Web Easy 7 Professional

Dirk Bongardt, Jahrgang 1968, arbeitet seit der Jahrtausendwende als freier Journalist für eine große Bandbreite an Publikationen, sowohl online als auch gedruckt. Sein thematischer Schwerpunkt liegt auf praxisnahen Informationen rund um Gegenwarts- und Zukunftstechnologien, vorwiegend in den Bereichen Mobile und IT. Das Smartphone ist sein steter Begleiter, die digitale Fotografie – übrigens bis heute vorzugsweise mit einer \u201Erichtigen\u201C Kamera – seine Leidenschaft. In Lehrgängen für angehende Online-Redakteure vermittelt er zudem online-journalistische Basics von der Facebook-Recherche bis zum crossmedialen Publizieren.
Sie beherrschen kein HTML, Javascript oder CSS?Dann könnte der Website-Editor Web Easy 7 Professional etwas für Sie sein.

Web Easy 7 Professional ist ein Website-Editor, der ausdrücklich für Anwender konzipiert wurde, die sich nicht mit HTML, Javascript, CSS und anderem Web-Code abgeben wollen. Das haben wir ge-
testet, und tatsächlich vergingen von der Auswahl einer Vorlage über das Einfügen eigener Bilder und das Anpassen der Texte bis hin zum FTP-Upload (den Web Easy ebenfalls erledigt), gleich im ersten Versuch weniger als zehn Minuten.

Die Software bietet eine üppige Auswahl von Vorlagen: Weit über hundert optisch unterschiedliche Websites bietet der Assistent, übersichtlich verteilt auf „Business“, „Hobbies und Anlässe“, „Privatleben“ und „Verbände und Clubs“. Die zur Vorlage gehörenden Fotos lassen sich per Klicken und Ziehen durch eigene Bilder ersetzen. Auch Vorlagen dritter, die wir aus dem Internet geladen hatten, konnten wir problemlos importieren.

Deutlich komplizierter gestaltete sich der Versuch, eine etwas anspruchsvollere Website zu gestalten. Das direkte Bearbeiten des HTML-Codes aus dem Programm heraus ist nicht möglich. Beliebige Code-Schnipsel, etwas, um das Banner eines Partnerprogramms oder ein Youtube-Video zu zeigen, lassen sich jedoch als „Aktives Objekt“ einfügen. Das ist so allerdings nirgends dokumentiert, der ent-
sprechende Dialog suggeriert im Gegenteil, neben Youtube könnten Objekte nur noch von den hierzulande wenig bekannten Diensten Befree, Feeddirect und Securepay eingefügt werden.

Auch sonst haben sich uns einige Funktionen erst durch das Prinzip „Versuch und Irrtum“ erschlossen. Sehr gut gefallen haben uns hingegen die Ausgabe-
möglichkeiten: Von reinem, scriptfreien HTML bis zu dynamischem XHTML mit externen CSS-Stylesheets lassen sich alle Arten von Code ausgeben. Ersteres ermöglicht unter anderem den Entwurf ansprechender Angebote bei Ebay. Anspruchsvolle Web-Designer können ihre Entwürfe sogar um einen RSS-Feed anreichern. Ob ein RSS-Feed für die mit einem Webeditor entwickelten und daher per se statischen Seiten Sinn macht, bleibt der individuellen Betrachtung des Anwenders überlassen.

Fazit: Web Easy 7 Professional ist ein Web-Editor für Anwender, die um Code am liebsten einen großen Bogen machen. Optisch ansprechende Websites lassen sich damit recht schnell erstellen.

Alternative: Vergleichbar ist der „Dynamic HTML Editor“ (www.dynamic-html-editor.com), der ebenfalls eine Reihe von Vorlagen mitbringt.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 2,0
Bedienung (35%): Note 3,0
Dokumentation (5%): Note 2,5
Installation/De-Installation (5%): Note 2,0
Systemanforderungen (5%): Note 2,0

GESAMTNOTE: 2,4

Anbieter:

Avanquest

Weblink:

www.avanquest.de

Preis:

30 EURO

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 132 MB