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Ebay will Kundendaten besser schützen

02.02.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die E-Mail-Adressen von Kunden des Internet-Auktionshauses Ebay können künftig nicht mehr von Dritten eingesehen werden. Durch entsprechende Maßnahmen will das Unternehmen das Senden von so genannten Junk-Mails verhindern. Bei Ebay gehen wöchentlich Hunderte von Beschwerden von Kunden ein, die unerwünschte Post an ihre Adresse erhalten, nachdem sie den Service der Firma in Anspruch genommen haben. Derzeit kann jeder registrierte Kunde die Mail-Adresse eines anderen Teilnehmers erfahren, indem er auf das jeweilige Versteigerungsangebot klickt und darüber mit dem Betreffenden in Kontakt tritt. Künftig wird der Mail-Verkehr direkt über die Ebay-Site laufen, ohne dass die Interessenten ihre Daten austauschen. Ebay zufolge wird das Unternehmen die elektronische Post weder lesen noch speichern.

Ebay will durch die neuen Sicherheitsmaßnahmen auch verhindern, dass Auktionsteilnehmer ein Produkt ersteigern, ohne die anfallenden Gebühren zu zahlen und die Transaktion ohne Wissen des Unternehmens abschließen. Dazu enthält jede E-Mail einen Anhang, der auf die Unrechtmäßigkeit eines Geschäftsabschlusses an der Plattform vorbei hinweist. Werden Kunden beim Unterlaufen der neuen Geschäftsbedingungen erwischt, droht Ihnen der Ausschluss. Der neue Service soll in den nächsten Wochen zum Einsatz kommen.