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Ebay-Manager einigen sich mit Aktionären

29.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit der Zahlung von drei Millionen Dollar in die Firmenkasse wollen Ebay-Chefin Meg Whitman und drei weitere frühere Manager des Internet-Auktionshauses eine am Delaware Chancery Court eingereichte Aktionärsklage beilegen. Wie aus der Anklageschrift hervorgeht, soll die Investment-Bank Goldman Sachs den Angeklagten als Gegenleistung für neue Aufträge im großen Stil günstige Aktien von Startups angeboten haben, deren Börsengang die Bank abwickelte. Während des New-Economy-Booms waren manche IPO-Aktien (Initial Public Offering) so begehrt, dass sich das eingesetzte Kapital oft innerhalb weniger Stunden verzehnfachte. Die Kläger hatten den Anspruch erhoben, dass Ebay die Erlöse aus dem Verkauf der Aktien zustehe.

CEO Whitman, die beiden Ebay-Gründer Pierre Omidyar und Jeffrey Skoll sowie Director Robert Kagle haben sich nun bereit erklärt, die Erlöse aus dem Verkauf der Aktien in die Firmenkassen einzuzahlen. Goldman Sachs beteiligt sich mit knapp 400.000 Dollar an der Zahlung. Das Management von Ebay geht davon aus, in Kürze zwei weitere Klagen im US-Bundesstaat Kalifornien beilegen zu können. (mb)