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Eastman Kodak liefert gemischtes Bild

27.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der strategische Umbau in Richtung digitaler Produkte hat Eastman Kodak im vierten Quartal 2004 einen Verlust beschert. Im Gesamtjahr erzielte der US-Konzern dagegen einen hohen Profit.

Wie das Unternehmen aus Rochester im US-Bundesstaat New York, bekannt gab, betrug der Nettofehlbetrag im Schlussquartal 2004 nach vorläufigen Berechnungen zwölf Millionen Dollar oder vier Cent pro Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte der Fotoriese noch einen Überschuss von 19 Millionen Dollar beziehungsweise sieben Cent je Anteil erzielt. Das aktuelle Ergebnis wurde von hohen Sondereffekten belastet, die im Zuge der Umstrukturierung anfielen. Diese einmaligen Aufwendungen ausgeklammert, erzielte Kodak einen Pro-forma-Gewinn von 78 Cent je Aktie. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 65 Cent je Anteil gerechnet.

Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 3,2 Prozent auf 3,77 Milliarden Dollar, blieb damit aber leicht unter den Markterwartungen. Im Detail sanken die Einnahmen im klassischen Foto- und Filmgeschäft, während die Erlöse mit Digitaltechnik um 40 Prozent zulegten.

Im Gesamtjahr 2004 wuchs der Umsatz um fünf Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar. Den Nettoprofit weitete Kodak deutlich von 265 Millionen Dollar auf 649 Millionen Dollar oder 2,16 Dollar je Aktie aus.

Das Unternehmen warnte allerdings, dass es sich bei den Zahlen nur um vorläufige Angaben handle. Bei der Erstellung des Jahresberichts habe der Konzern Fehler in der Berechnung der Einkommenssteuer festgestellt, die nun überprüft werden, teilte Finanzchef Robert Brust mit. Als Konsequenz könne der Jahresgewinn höher oder niedriger ausfallen. (mb)