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E-Commerce-Begeisterung lässt nach

24.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Während noch im Juli 2000 rund die Hälfte aller US-Firmen von einer rosigen Zukunft des E-Commerce überzeugt waren, zeigten sich im März 2001 nur noch zirka 25 Prozent "sehr optimistisch". Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens Grant Thornton (GT) hervor. Auch die reinen Internet-Companys äußerten sich skeptischer: Lediglich 59 Prozent glauben noch an goldene Zeiten im elektronischen Handel, Mitte 2000 zeigten sich noch 89 Prozent enthusiastisch. Die Tage, als Unternehmen und Geschäftsführer "panikartig" auf eine eigene E-Commerce-Strategie drängten, sind laut GT-Sprecher Andre Schnabl vorbei: "Die Einstellung hat sich drastisch verändert. Sie ist nüchterner und rationaler geworden."

Auch generell ist die Stimmung in der US-Geschäftswelt umgeschlagen. Nur noch 34 Prozent sind bezüglich ihrer Wachstumschancen optimistisch, im Juli 2000 waren es noch 48 Prozent. Die Dotcoms, die in der vergangenen Jahresmitte mit 85 Prozent sehr zuversichtlich waren, glauben jetzt nur noch zu 54 Prozent an einen Geschäftserfolg. Ebenso stehen Allianzen und Akquisitionen bei US-Unternehmen nicht mehr so hoch im Kurs: Lediglich 48 Prozent erwägen in den kommenden drei Jahren eine strategische Partnerschaft (zuvor: 60 Prozent), und nur 43 Prozent planen eine Übernahme (zuvor: 52 Prozent). Die Zahl der Firmen, die noch keine globalen Expansionspläne hegen, stieg von 37 auf 45 Prozent.