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DSL-Anbieter Rhythms meldet Konkurs an

03.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Als weiteres Opfer der Konjunkturkrise in der TK- und Internet-Branche hat der Breitband-Internet-Zugangsanbieter Rhythms Netconnections Gläubigerschutz gemäß Paragraph elf des amerikanischen Konkursrechts beantragt. Das New Yorker Gericht gewährte Rhythms daraufhin eine Zehn-Tage-Frist, um zusätzliche Finanzierungsquellen zu erschließen, bevor die Firmenwerte im Rahmen einer Auktion verkauft werden. Das Unternehmen aus Colorado erklärte, eine Vereinbarung mit Besitzern von mindestens 60 Prozent der Anteilscheine getroffen zu haben, die Firma zu reorganisieren oder - im Falle eines Scheiterns - aufzulösen. Zu den Hauptinvestoren zählen unter anderem die Venture-Capital-Firma Kleiner Perkins Caufield & Byers sowie Microsoft.

Der Todeskampf des DSL-Anbieters begann im April, als Rhythm die Investoren informierte, dass die Aktie von der US-Börse Nasdaq genommen werden könnte und das Unternehmen zum Verkauf stehe. Rhythms hatte im ersten Quartal des Jahres pro Tag rund 1,9 Millionen Dollar mehr ausgegeben als eingenommen. Ende Juni schuldete das Unternehmen seinen Gläubigern bereits 847 Millionen Dollar. Das Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben über Firmenwerte in Höhe von 698,5 Millionen Dollar. Die liquiden Mittel belaufen sich auf 133 Millionen Dollar.