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Drei Konsortien bieten für Philips Chipsparte

24.07.2006
Die oft als "Heuschrecken" geschmähten Finanzinvestoren sammeln sich für eine Übernahme der Halbleitersparte von Royal Philips Electronics.

Das "Wall Street Journal" berichtet unter Berufung auf Insider, in der Endphase des Bieterwettstreits zeichne sich ein Kaufpreis von mehr als acht Milliarden Euro ab. Philips hatte den Bereich im vergangenen Jahr zur Disposition gestellt, um sich mehr auf sein Kerngeschäft (Consumer-Geräte, Beleuchtung, Medizintechnik) konzentrieren zu können. Bislang ist aber noch nicht entschieden, ob die Sparte an die Börse gebracht oder verkauft werden soll. Eine Entscheidung dazu soll Ende der Woche fallen.

Als Bieter haben sich die größten Private-Equity-Firmen der Welt zusammen mit spezialisierten Hightech-Beteiligungsfirmen gemeldet. Kohlberg Kravis & Robert (KKR) bildet eine Gruppe mir Silver Lake Partners, Permira Advisors bietet zusammen mit Texas Pacific Group und Blackstone Group und Bain Capital schließlich hat sich mit Apax Partners Worldwide und Francisco Partners Management zusammengetan.

Philips Halbleitersparte beschäftigt rund 36.000 Menschen und produziert in fünf europäischen Ländern sowie in den USA, Singapur, Hong Kong und Taiwan Chips vor allem für den Embedded-Einsatz in Autos, Haushaltsgeräten und Consumer Electronics. (tc)