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Dotcoms sind die neuen Kunden der US-Liquidationshäuser

20.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das auf Auflösung und Verkauf von maroden Unternehmen spezialisierte US-Unternehmen iSolve sieht sich nach Aussage von Geschäftsführer Stuart Kessler zunehmend mit Dotcom-Unternehmen konfrontiert, die in finanziellen Schwierigkeiten stecken. Die Firmen sind oft noch nicht bankrott, benötigten aber dringend Geld, um Ihre laufenden Kosten zu decken, so Kessler. Besonders verzweifelte Unternehmer böten auch schon einmal ihre Möbel und Computer zur Liquidation an, um kurzfristig etwas Geld in die Kasse zu bekommen.

Offenbar stehen bei iSolve und Co. inzwischen immer öfter die Hinterlassenschaften desolater Internet-Companies zum Verkauf. "Selbst wenn der Verkauf der Aktiva nur 30 Cent pro Dollar bringt, ist das immer noch besser als gar nichts oder weiter Geld verbrennen, indem man das Geschäft künstlich am Leben erhält", meint Jeelal Patel, Analyst bei Deutsche Bank Alex Brown.