Schweizer Online-Terminplaner

Doodle richtet Premium-Funktionen auf Geschäftskunden aus

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Doodle ist nicht zu schlagen, wenn man sich mit möglichst vielen von mehreren Teilnehmern auf einen gemeinsamen Termin einigen möchte.

Über Doodle unterbreitete Terminvorschläge kann man ab jetzt auch in Kalendern von Outlook und Office 365 sehen und annehmen oder ablehnen. Die Microsoft-Integration ergänzt bereits vorher bestehende in den Google-Kalender und die iCloud von Apple. Bislang war die Kalenderanbindung aber nur innerhalb der Premium-Dienste von Doodle möglich. Jetzt haben sich die Schweizer entschlossen, sie kostenlos zu machen. Profitieren sollen davon nicht zuletzt mobile Nutzer mit Smartphones.

Doodle kann verschiedene Kalender integrieren.
Doodle kann verschiedene Kalender integrieren.
Foto: Doodle
So tauchen die Doodle-Vorschläge in Outlook auf.
So tauchen die Doodle-Vorschläge in Outlook auf.
Foto: Doodle

"Vor allem im privaten Bereich werden Smartphones mehr und mehr zur Schaltzentrale für das soziale Leben. Auch Doodle hat im mobilen Segment enorme Zuwächse und wir rechnen damit, dass in Kürze mehr als die Hälfte der Doodle-Nutzung unterwegs stattfindet", sagt Doodle-Chef Michael Brecht. "Dadurch müssen auf mobilen Geräten auch viel mehr Informationen verarbeitet werden. Das können wir mit unserer nahtlosen Kalenderintegration massiv vereinfachen – und weil wir mit Doodle möglichst viele Menschen im realen Leben zusammenbringen wollen, bieten wir das Feature gratis an."

Michael Brecht, CEO von Doodle
Michael Brecht, CEO von Doodle
Foto: Doodle
Tamedia-Gebäude in Zürich
Tamedia-Gebäude in Zürich
Foto: Doodle

Doodles Premium-Dienste würden inzwischen vor allem für die geschäftliche Nutzung gebucht, sagt der CEO. Zusatzfunktionen wie werbefreies Umfeld, eigene Branding-Optionen, Überblick über noch fehlende Teilnehmer einer Doodle-Umfrage oder automatische Erinnerungen spielten hier eine viel größere Rolle. Strategisch werde Doodle, seit 2014 im Besitz der Mediengruppe Tamedia, zum einen den mobilen und kostenfreien Bereich für die private Nutzung attraktiv ausbauen. Zum anderen würden die Premium-Produkte für die Bedürfnisse von Geschäftskunden weiterentwickelt, demnächst werde es weitere Funktionen für diesen Sektor geben.