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DoE geht bei Oracle auf Nummer sicher

24.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das amerikanische Energieministerium hat einen neuen Lizenzvertrag mit Oracle geschlossen, der neuartige Sicherheitsklauseln enthält und damit speziell für die öffentlichen Hände, aber auch die freie Wirtschaft Vorbildcharakter bekommen dürfte. Das Department of Energy (DoE) wird seine gesamten Lizenzen mit Oracle konsolidieren und damit den Verwaltungsaufwand erheblich reduzieren. Oracle liefert im Gegenzug Software, die bestimmten Sicherheitanforderungen entspricht, die das gemeinnützige Center for Internet Security veröffentlicht.

Außerdem liefert die Ellison-Firma künftig vorab getestete Sicherheits-Fixes, die mit diesen Vorgaben nicht kollidieren, und stellt dem Ministerium frühzeitig Informationen über mögliche Softwarefehler zur Verfügung, damit die Behörde ihre Systeme besser überwachen und absichern kann. Der fünf Millionen Dollar schwere Vertrag wird in zwei Phasen umgesetzt. Zuerst kommen die DoE-Liegenschaften in Washington, D.C., an die Reihe, anschließend die restlichen Niederlassungen.

Das DoE führte die Vertragsverhandlungen im Namen der Beschaffungsbehörde Office of Management and Budget, der Abschluss dient damit als Modell für andere Regierungsstellen. Karen Evans, die unlängst zur Herrin über alle E-Government-Aktivitäten der Bush-Regierung ernannt worden war (Computerwoche online berichtete), erklärte: "Das ist für die Regierung und die gesamte Bevölkerung ein großer Schritt nach vorn."

Oracles Senior Vice President Tim Hoechst erklärte, es sei noch nicht abzusehen, wie derartige Sicherheitsmaßnahmen sich in den breiteren Markt bringen ließen. "Das wird sich zusammen mit unseren Produkten entwickeln" und werde die Bedürfnisse von Kunden mit unterschiedlichen Anforderungen widerspiegeln, so der Oracle-Mann. (tc)