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DoCoMos Wristomo geht weg wie warme Semmeln

30.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit einer derartigen Nachfrage hatte der japanische Mobilfunkbetreiber NTT DoCoMo wirklich nicht gerechnet: Die ersten zwei 1000-er-Chargen seines Handgelenk-Handys "Wristomo" waren in jeweils zehn Minuten ausverkauft. "Wir kommen mit der Produktion nicht nach", erklärte der Erfinder des Geräts, Godo Irukayama, gegenüber dem "Wall Street Journal". "Wir haben nicht erwartet, dass es sich so gut verkauft. Derzeit können wir nur 1000 Stück pro Monat fertigen."

Seit der Vorstellung des Wristomo hat DoCoMo 3850 Geräte verkauft, es gibt bereits eine Warteliste. Nun geht der Anbieter davon aus, dass möglicherweise 10.000 Stück oder mehr verkauft werden könnten und das Gerät damit mehr als eine Eintagsfliege wäre. Inspiriert wurde Irukayama bei seiner Erfindung von Science Fiction und Comics à la "Dick Tracy". Der 113 Gramm schwere Apparat gleicht einer klobigen Armbanduhr. Er öffnet sich durch Druck auf zwei Knöpfe, anschließend lässt sich das Mittelteil abnehmen und wie ein normales Mobiltelefon verwenden.

Wristomo ist wasserfest und kann Daten mit PCs synchronisieren (über USB-Kabel oder drahtlos). Hersgestellt wird es von Seiko Instruments. Bislang waren 90 Prozent der Käufer männlich. Weibliche Kunden könnte man durch femininere Designs und Farben anlocken, glaubt Irukayama. DoCoMo hat allerdings noch keine Entscheidung über die weitere Vermarktung getroffen. (tc)