Mark Zuckerberg zum NSA-Skandal

"Die US-Regierung hat es vergeigt"

13.09.2013
Der Facebook-Chef hat sich zum NSA-Skandal sehr kritisch geäußert und erwähnte, dass es für ein weltweit agierendes Unternehmen wie Facebook sinnlos sei, zu beteuern dass amerikanische Nutzer nicht ausspioniert worden seien. Das Soziale Netzwerk macht dank Werbeeinnahmen auf Mobilgeräten übrigens wieder Gewinne.
Mark Zuckerberg in seinem Konferenzraum bei Facebook.
Mark Zuckerberg in seinem Konferenzraum bei Facebook.
Foto: Facebook

Auf einer Technologiekonferenz rügte Mark Zuckerberg die Spionage durch den Geheimdienst NSA und das Verhalten der Regierung in dieser Sache. Unter anderem versicherte sie, dass die NSA keine Amerikaner ausspioniert hätte. Doch da Facebook auch außerhalb Amerikas populär ist, nütze ihm diese Äußerung nichts. Schließlich sei sein Job aus Chef des Sozialen Netzwerkes, die Facebook-Benutzer zu schützen.

Außerdem erwartet Mark Zuckerberg von der US-Regierung, die Aufklärung des Falles energischer voranzutreiben. Neben Facebook würden auch andere Größen wie Google oder Yahoo dafür sein, genaue Informationen zu den Datenanfragen der Geheimdienste preisgeben zu dürfen. Schließlich gehe mit dem Vertrauen der Nutzer auch der Umsatz durch Werbung etc. zurück, so der Gründer des weltgrößten Social Networks weiter. Die Suchmaschine Yahoo sei bei Datenanfragen übrigens deutlich weniger auskunftsfreudig, wie die Chefin Marissa Mayer auf derselben Konferenz versicherte.

Trotz des NSA-Skandals hat Mark Zuckerberg gerade allen Grund zur Freude, denn durch das Ausweiten der Werbung auf Smartphones und Tablets stieg die Facebook-Aktie um drei Prozent und damit auch der Firmenwert. Facebook soll nun einen Wert von etwa 83 Milliarden Euro haben, was in etwa dem des Siemens-Konzerns entsprechen würde. Inzwischen erwirtschaften Werbeeinblendungen auf Smartphones und Tablets 41 Prozent aller Einnahmen durch Reklame. In Zukunft sollen Video-Anzeigen die Umsätze für Facebook weiter in die Höhe treiben.

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