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Deutschland: Mobilfunk verdrängt Festnetz

09.07.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – "Die Handy-Verliebtheit in Europa ist sozusagen mit der PC-Verliebtheit der Amerikaner vergleichbar", sagte Axel Glanz, Partner bei Diebold Deutschland, auf einer Diskussionsrunde von Siemens und dem Fraunhofer Institut in Berlin. Thema war vor allem die Entwicklung der mobilen Kommunikation, die laut Glanz in Europa deutlich weiterentwickelt sei als in den USA. Thorsten Gurzki vom Fraunhofer Institut rechnet damit, daß in zehn Jahren rund 80 Prozent der Deutschen ein Handy besitzen werden. Homebanking, Lebensmittelbestellungen und Videotelefonie via Mobilfunk sollen dann ganz alltäglich sein.

Den Trend hin zum Mobilfunk und weg vom Festnetz belegt die Studie "Mobilfunk-Report 1999" der Plica Marktforschung Analyse aus München. Demnach soll noch in diesem Jahr die Zahl von 20 Millionen Mobilfunknutzern in Deutschland überschritten werden. Im Jahr 2003 telefoniert dann angeblich jeder zweite Deutsche mobil. Auch Internet-Zugang, E-Mail oder File-Transfer sollen zunehmend von mobilen Geräten aus genutzt werden: bis 2003/2004 sollen zehn Prozent aller Mobilfunkkunden mobil im Internet surfen. Für 2003 erwartet das Marktforschungsinstitut, daß bereits 30 Prozent der TK-Umsätze durch Mobilfunk erwirtschaftet werden. Interessierte können die Studie "Mobilfunk-Report 1999" für 1 600 Mark unter der Telefonnummer 089-92404-155 oder der Faxnummer 089-92404-122 anfordern.