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Deutschland belastet europäische PC-Zahlen

13.02.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Zahl der im vierten Quartal 2001 in Westeuropa verkauften PCs sank gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um elf Prozent. Für die schlechten Zahlen ist vor allem der schwache PC-Markt in Deutschland verantwortlich. Insgesamt wurden hierzulande zwischen Oktober und Dezember 2001 rund 34 Prozent weniger Computer verkauft als im Vorjahreszeitraum. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Londoner Marktforschungsunternehmens Context. In Frankreich fiel die Zahl der verkauften PCs um 13 Prozent, in Großbritannien hingegen wurden zwei Prozent mehr abgesetzt als im Jahr zuvor.

Die im Einzelhandel verkauften PCs waren in Westeuropa um zehn Prozent rückläufig. Während dieser Wert in Deutschland um 22 Prozent fiel, stieg er in Großbritannien um neun Prozent und in Frankreich um zwei Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2000. "Hier haben die Einzelhandelszahlen plötzlich angezogen", sagte Context-Analyst Jeremy Davis.

Während die großen Unternehmen ihre Anschaffungen zurückgefahren hätten, investierten die kleinen Unternehmen zumindest in ein bis zwei neue Rechner pro Jahr, erklärte Davis weiter: "Die Mehrheit der kleinen Unternehmen versuchen, den besten Preis zu bekommen, und die gibt es im Einzelhandel." Insgesamt sind die PC-Zahlen im vergangenen Vierteljahr jedoch nicht so stark gefallen wie in den vorhergehenden Dreimonatszeiträumen.

In der ersten Jahreshälfte 2002 erwartet Context nur ein mäßiges Wachstum für die westeuropäischen PC-Zahlen. Im zweiten Halbjahr rechnen die Analysten wieder mit einer größeren Nachfrage bei den Verbrauchern. Insbesondere in Unternehmen werde dann alte PC-Hardware ersetzt. (ka)