Integrierte End-to-end-Lösung

Deutsches Milchkontor will SAP-Branchenapplikation

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Um eine durchgängige Anwendung zu erhalten, lässt das DMK eine bislang auf Microsoft-Technik basierende Lösung für die SAP-Plattform neu entwickeln.
SAP-Zentrale in Walldorf
SAP-Zentrale in Walldorf

Hinter dem Kürzel DMK (Deutsches Milchkontor GmbH) verbirgt sich das größte milchverarbeitende Unternehmen Deutschlands mit 4,6 Milliarden Umsatz pro Jahr. Das will bis zum Ende des Jahres eine Standardlösung auf SAP-Basis in Betrieb nehmen.

Die bislang separat betriebene Molkereisoftware soll dazu auf der SAP-Struktur abgebildet und in einer neuen Version eingeführr werden. Es handelt sich um das Produkt "Felix4" von der GKC Gesellschaft für Kostenrechnung und Controlling Dr. Öttl und Partner.

Bei diesem anspruchsvollen Vorhaben lässt sich das DMK von zwei Servicepartnern helfen. Neben der GKC ist das die MSG Systems AG aus Ismaning. Sie verfügt über Erfahrung in Sachen SAP-Branchenlösungen. Unter anderem war sie in das Projekt "Zielbebauung" der Talanx-Versicherungsgruppe involviert.

Wie MSG mitteilt, ist Felix4 die vierte Generation einer Branchenlösung, die auf Standard-ERP-Systemen aufbaut, bislang ausschließlich auf denen von Microsoft. Die Software werde quasi neu entwickelt, um sie an die SAP-Standards und -Richtlinien anzupassen sowie fachlich zu erweitern. Ziel sei eine integrierte End-to-end-Lösung für die Milchindustrie.

Die Entwicklung ist in drei Schritte gegliedert. Sie heißen Produktions- und Rohstoffplanung, MES/Rohstoff- und Betriebs-Controlling sowie Controlling und Planung/Forecast.

Nach der Einführung soll MSG auch Wartung und Weiterentwicklung übernehmen. Prozessberatung, fachliche Implementierung und Kundenbetreuung sind Sache der GKC.