Bitkom-Mittelstand

Deutscher Internetpreis geht nach Bayern und Berlin

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Drei junge Hightech-Unternehmen aus Bayern und Berlin sind die Gewinner des Deutschen Internetpreises 2008: Ubitexx und 1stplan aus München sowie die Berliner My-Hammer AG.

„Die Unternehmen zeigen, wie echte Innovationen aussehen", sagte Bitkom-Vizepräsident Heinz Paul Bonn bei der Verleihung des Deutschen Internetpreises am Donnerstagabend in Stuttgart, die von CW-Herausgeber Christoph Witte moderiert wurde. Der 1. Preis, dotiert mit 25.000 Euro, geht an die Münchner Ubitexx GmbH für eine Internet-Software, mit der sich PDAs und bestimmte Handys aus der Ferne einstellen lassen. Damit können die Geräte leicht in bestehende Computer- und Mobilfunknetze integriert werden. Auch wird die Nutzung mobiler Dienste einfacher – etwa E-Mail, Termin- und Kontaktpflege sowie die Verwaltung von Kundendaten. Beworben hat sich Ubitexx mit einem seiner Kunden, der Deutschen Apotheker- und Ärztebank eG aus Düsseldorf. Zum Konzept des Wettbewerbs gehört es, dass die Bewerber einen Referenzanwender nennen.

Den 2. Preis (20.000 Euro) erhält die 1stplan GmbH aus München, die sich gemeinsam mit ihrem Kunden Apexnova aus Regensburg beworben hat. Prämiert wird ein internetbasiertes Simulationsprogramm zur Unternehmensplanung. Damit können gerade kleinere und mittlere Firmen Geschäftsideen und -strategien auswerten, Zukunftsprognosen ableiten und bessere Management-Entscheidungen treffen.

Heinz Paul Bonn, Bitkom-Vizepräsident und selbst Software-Mittelständler.
Heinz Paul Bonn, Bitkom-Vizepräsident und selbst Software-Mittelständler.
Foto: Bitkom

Der 3. Preis (15.000 Euro) geht an die My-Hammer AG aus Berlin. Sie betreibt einen Online-Marktplatz für Handwerker-Aufträge und schafft damit Transparenz in diesem Markt. Privatkunden nutzen den Dienst, um den besten Anbieter etwa für eine Wohnungsrenovierung zu finden. Handwerker und Dienstleister kommen an neue Aufträge und können Lücken in ihrem Angebot schließen. Auf der Webseite werden Anbieter und Kunden bewertet – so können sich andere ein Urteil bilden über Qualität und Zuverlässigkeit. My-Hammer wird bereits von mehr als 150.000 Handwerkern und Dienstleistern sowie über 600.000 privaten und gewerblichen Kunden genutzt. Beworben hat sich My-Hammer mit einem seiner Anwender, Licht- & Elektrotechnik Tietz aus Recklinghausen.

Der Deutsche Internetpreis wurde zum neunten Mal verliehen. Unterstützt wird er von den Unternehmen Datev, Fujitsu Siemens Computers, Microsoft, Oracle und PricewaterhouseCoopers. Bei der Preisverleihung in Stuttgart erhielt der Wettbewerb eine Auszeichnung der Initiative „Deutschland – Land der Ideen". Diese lobte am Deutschen Internetpreis dessen „Vorbildfunktion für kleine und mittelständische Unternehmen". Der Wettbewerb ist damit einer der Preisträger des bundesweiten Innovationswettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen". Das Finale des Deutschen Internetpreises war einer der Höhepunkte des 4. Deutschen ITK-Mittelstandstages, bei dem sich Spitzenvertreter der Hightech-Branche und ihre Kunden getroffen haben. Thema war, wie kleine und mittlere Unternehmen das Internet optimal nutzen können. „Die drei Gewinner sind aus Sicht der Jury die kreativsten und erfolgreichsten IT-Anwender unter vielen exzellenten Bewerbern", so Bitkom-Vizepräsident Bonn. Eine Jury hatte sie unter mehr als 300 Unternehmen ausgewählt.