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Der Regulierer lässt die Muskeln spielen

13.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach einer Entscheidung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) muss die Deutsche Telekom ihren Wettbewerbern einen Pauschaltarif für schmalbandige (ISDN, Modem) Internet-Zugänge bereitstellen. Bislang werden die Verbindungen zeitabhängig abgerechnet. Die Höhe des Pauschalpreises wird in einem gesonderten Verfahren festgelegt. Innerhalb von sechs Wochen soll der Carrier einen entsprechenden Antrag einreichen, erwartet die RegTP. Die Konkurrenten der Deutschen Telekom lobten den Beschluss, bezeichneten ihn jedoch als eine erste Station auf dem Weg zum fairen Wettbewerb. Die Telekom hält den Beschluss einer Meldung zufolge sowohl gesamtwirtschaftlich als auch rechtlich für "bedenklich". Die Entscheidung gefährde den Internet-Standort Deutschland, hieß es. Statt breitbandige Zugänge zu fördern, müsse jetzt ins schmalbandige Netz investiert

werden. Daher haben die Bonner angekündigt, rechtliche Schritte gegen den Beschluss zu prüfen. (ajf)