Weltgrößte Mobilfunkmesse

Der Mobile World Congress bleibt in Barcelona

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Die weltgrößte Mobilfunkmesse wird auch in den kommenden sieben Jahren in der katalanischen Hauptstadt ausgerichtet, ab 2013 aber im neuen Messegelände.

Als "Mobile World Capital", so der neu von der GSM Association verliehene Titel, wird Barcelona in den nächsten sieben Jahren nicht nur im Frühjahr die weltgrößte Mobilfunkmesse ausrichten. Es finden über das ganze Jahr verteilt auch eine Reihe anderer Aktivitäten und Ausstellungen rund um das Thema mobile Kommunikation statt.

Der spanische Bewerber schätzt, dass der Zuschlag allein im ersten Jahr über 300 Millionen Euro einbringen wird, zusätzlich zu Tausenden von Teilzeit-Jobs. Über die gesamten sieben Jahre verteilt, könnte der wirtschaftliche Effekt bis zu 3,5 Milliarden Euro ausmachen.

Barcelona, in dem der viertägige Fachkongress bereits seit 2006 stattfindet, konnte sich im Auswahlverfahren gegen 29 andere Bewerber durchsetzen. Zuletzt standen im Finalverfahren noch Mailand, München und Paris zur Diskussion.

Besonders hart dürfte die Entscheidung der GSM Association die bayerische Landeshauptstadt treffen, die sich mit dem Motto Apps & Alps" beworben hatte. München hatte erst vor kurzem bei der Suche nach dem Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2018 eine Absage erhalten.

Der Mobile World Congress, zuletzt vom 14. bis zum 17. Februar 2011 in Barcelona ausgetragen, beschäftigt sich mit Trends und Neuheiten im Mobilfunkmarkt. Das Publikum setzt sich zusammen aus IT-Herstellern, Netzbetreibern, Entwicklern und Medienvertretern. Der Kongress zählte zuletzt mehr als 60.000 Teilnehmer aus über 200 Ländern. In diesem Jahr waren rund 1400 Aussteller präsent.