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Der Börsengang von Versatel bahnt sich an

23.03.2007
Die Bewertung soll sich auf bis zu zwei Milliarden Euro belaufen.

Der TK-Anbieter Versatel will nach Angaben aus Finanzkreisen bereits im April an die Börse gehen. Die Aktie soll am 27. April erstmals gehandelt werden, verlautete am Freitag aus den Kreisen. Die Gespräche mit möglichen Investoren liefen in der kommenden Woche an. Begleitet wird der Börsengang von JP Morgan, Credit Suisse, der Deutschen Bank sowie Citigroup, Sal. Oppenheim und der WestLB. Nach Medienberichten wird Versatel mit bis zu zwei Milliarden Euro bewertet, womit sich der größte Börsengang im bisherigen Jahresverlauf anbahnt. Der Streubesitz nach dem Börsengang soll mindestens 50 Prozent betragen. Den Erlös will Versatel in den Ausbau seines Breitband-Geschäfts stecken.

Versatel ist ein Zusammenschluss von vielen lokalen Telefonanbietern, in die das Deutschlandgeschäft der niederländischen Versatel-Gruppe eingebracht wurde. Zu den Eigentümern gehören neben dem Finanzinvestor Apax mehrere kleine Mitgesellschaften wie die Sparkasse Essen und die Stadtsparkassen Wuppertal und Solingen. Der konsolidierte Pro-forma-Umsatz des Unternehmens, das aus dem Zusammenschluss der Versatel West und Tropolys hervorgegangen ist, belief sich im Geschäftsjahr 2006 auf 666,2 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) betrug 211,8 Millionen Euro. (dpa/ajf)