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Dell setzt als erster auf externen Speicher mit SAS-Platten

07.12.2006
Für die Speicherung unternehmenskritischer Daten ist der "MD3000"-Speicher von Dell gedacht, der direkt an den Server angeschlossen wird.

Entgegen dem Trend konzipierte Dell den neuen Speicher nicht für ein Speichernetz, sondern für den direkten Anschluss (Direct Attached Storage = DAS) an einen Server. Darren Thomas, Dells Speicherverantwortlicher erklärte das damit, dass DAS-Geräte für einige Dell-Kunden noch immer eine hohe Priorität haben. Denen will er mit dem MD3000 eine Lösung anbieten, die "einfach zu benutzen, kostengünstig und hochverfügbar" ist. Tatsächlich lässt sich der Speicher an bis zu vier Dell-Server anschließen.

Das modular aufgebaute Gerät speichert bis zu 4,5 TB und soll sich mit Zusatzboxen auf über 13 TB ausbauen lassen. Die Informationen werden auf 3,5-Zoll-Festplatten mit SAS-Schnittstelle (SAS = Serial Attached SCSI) abgelegt. Zwei eingebaute Raid-Controller arbeiten mit gespiegelten Cache-Speichern, so dass bei Ausfall eines Controllers der zweite nahtlos übernehmen kann. Der Hersteller beziffert den Durchsatz der Controller auf 1400 MB/s und rund 90.000 I/O-Operationen in der Sekunde. Damit taugt der Speicher auch für die Ablage von Videofilmen und transaktionsorientierten Anwendungen wie Datenbanken oder E-Mail. Dabei unterstützt das Gerät - erstmals bei Dell-Speichern - Sicherheits-Cluster, die aus zwei Knoten aufgebaut sind.

Der "Modular Disk Storage Manager" ist das Werkzeug, mit dem der Speicher konfiguriert, verwaltet, partitioniert und erweitert wird. Die Software bietet optional noch Zusatzfunktionen wie die Einrichtung von virtuellen Festplattenkopien und Snapshots. Der neue Speicher erfüllt die Spezifikation 1.0 der Industrievereinigung Storage Bridge Bay. In den USA ist er ab 6500 Dollar zu haben. (kk)