Adamo

Dell schmiedet den nächsten MacBook-Air-Killer

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Dell versuchte es erneut: Mit dem Design-Notebook Adamo treten die Texaner gegen andere Hersteller vermeintlich schöner Rechner an und hoffen auf einen Image-Gewinn.
Adamo - mehr Stil und Luxus für Dell-Kunden.
Adamo - mehr Stil und Luxus für Dell-Kunden.

Mitten in der schwersten Wirtschaftskrise seit der Erfindung des PCs hat Dell sein geheimnisumwobenes Projekt "Adamo" gestartet. Dabei handelt es sich um eine Serie dünner und "luxuriöser" Notebooks, die als Antwort auf Geräte wie das MacBook Air von Apple verstanden werden. Adamo wiegt 1,8 Kilogramm und verfügt über ein Display mit einer 13,4-Zoll-Diagonale, beides liegt über den Apple-Werten. Immerhin verfügen die Dell-Notebooks über einen Ethernet-Port. Otto Normalnutzer soll damit nicht adressiert werden, bestätigt Dell Produkt-Marketier John New. Die Zielgruppe werde durch Begriffe wie Mode, Stil und ein Image des Erfolgs gekennzeichnet.

Das ist nicht Dells Adamo, sondern sein Gegner, das MacBook Air von Apple.
Das ist nicht Dells Adamo, sondern sein Gegner, das MacBook Air von Apple.

Technisch gesehen basieren die Adamos auf ULV-Prozessoren von Intel, DDR3-Speichern und einer SSD-"Festplatte". Die Preise beginnen bei 1.999 Dollar und reichen bis 2.699 Dollar. Als Betriebssystem wurde Windows Vista 64bit aufgespielt. Optische Laufwerke müssen extra angeschlossen werden. Ist der Akku ausgelutscht, muss der Rechner eingeschickt werden. Interessenten können sich auf der (deutschen) Adamo-Website registrieren, ohne dass weitere Informationen angezeigt werden. Auch die US-Site gibt derzeit nicht viel mehr her. Immerhin hat auch YouTube den offiziellen Trailer.