"Neutraler Austauschpunkt"

DE-CIX baut neuen Knoten in Istanbul

11.05.2015
Die DE-CIX International AG wird einen neuen Internet-Knotepunkt in Istanbul aufbauen.

Der neue Exchange soll laut Ankündigung (PDF-Link) Internet-Dienstleistern aus der Türkei, dem Iran, der Kaukasus-Region und dem Mittleren Osten einen neutralen Austauschpunkt für ihren Internetverkehr bieten. DE-CIX Istanbul werde mit bewährter "Apollon"-Technologie ausgestattet und solle im dritten Quartal 2015 in Betrieb gehen. Der neue Internet Exchange werde zunächst an einem Standort starten und seine Präsenz sukzessive über verschiedene Rechenzentren im Stadtgebiet ausdehnen, heißt es weiter. DE-CIX Istanbul wird neben den neuen Austauschpunkten in Marseille und Palermo, die ebenfalls im Q3 in Betrieb genommen werden, der dritte Exchange von DE-CIX im Mittelmeerraum.

Core-Switch-Vermittlungstechnik im DE-CIX
Core-Switch-Vermittlungstechnik im DE-CIX

Die Türkei habe mit über 470 Internet Service Providern einen großen und wachsenden Inlandsmarkt für Internetdienste, schreibt die eco-Tochter. Über 46 Prozent der türkischen Bevölkerung nutzt demnach das Internet (Quelle: ITU) und generiert selbst große Mengen an Inhalten mit nationaler und regionaler Bedeutung. Dabei lasse auch in der Türkei der Einsatz mobiler Endgeräte die Zahlen der Internutzer kontinuierlich weiter wachsen. Istanbul sei ferner Landungsstation und Treffpunkt verschiedener terrestrischer und Seekabel-Systeme.

Harald A. Summa, Vorstand der DE-CIX International AG
Harald A. Summa, Vorstand der DE-CIX International AG
Foto: eco

"Istanbul ist schon lange ein Zentrum für Finanzen, Logistik und Transport. In Frankfurt haben wir gesehen, dass die Internetinfrastruktur diesen Entwicklungen folgt", sagt Harald Summa, Vorstand der DE-CIX International AG. Der Bedarf, die Verkehrsströme miteinander zu verbinden, die von anderen Regionen in Istanbul zusammenkommen, sei enorm gewachsen. Anbieter von Video, Cloud, Gaming und anderen Internet Services würden über den neuen Internet Exchange ihre Inhalte dann ohne weitere Umwege direkt in die Breitbandnetze übergeben können, an die die Internetnutzer angeschlossen sind.