DZ-Ratgeber

Daten günstiger sichern mit Tiered-Storage-Architektur

Field Product Manager Enterprise bei Dell in Frankfurt am Main
Storage-Kosten zu reduzieren ist heute beileibe kein Hexenwerk mehr. Neben der Storage-Hardware und -Software müssen IT-Verantwortliche dabei lediglich das intelligente Datenmanagement im Blickfeld haben – mit einer automatischen Da-tensicherung auf unterschiedlichen Speicherebenen und Plattentypen

Das A und O für ein optimiertes Datenmanagement ist eine Tiered-Storage-Architektur. In einer solchen Architektur ist Tier 1 für Daten reserviert, die oftmals schnell wieder zurückgespeichert werden müssen: zum Beispiel E-Mails des Ma-nagements. Diese Daten sollten sich auf Disks in hochperformanten SAS-Arrays befinden. Tier 2 dient der Datenspeicherung für den mittelbaren Zugriff. Dafür ge-eignet sind billigere und nur durchschnittlich schnelle Disks in SATA-Arrays mit hoher Kapazität. Tier 3 ist für die Sicherung und Archivierung von Informationen gedacht, bei denen die Zeitvorgaben für die Wiederherstellung der Daten, die Re-covery Time Objectives (RTO), nicht kritisch sind. Es kann auf Tapes basieren, die nach wie vor die kosteneffizienteste Lösung für ein längerfristiges Backup in die-sem Bereich darstellen.

Viele Anwender schrecken vor der Implementierung einer solchen Tiering-Architektur zurück, da sie zu komplex und mit einem erheblichen zeitlichen Admi-nistrationsaufwand verbunden sei. Diese Bedenken sind jedoch unbegründet: eine intelligente Datenmanagement-Lösung enthält heute Technologien, mit denen Da-ten automatisch auf unterschiedliche Tiers verteilt werden können, und zwar ab-hängig von ihrer Wichtigkeit: wichtige Daten auf schnelle Platten und weniger wichtige Daten auf eher langsame Platten.

Was beim Backup und Tiering oft vergessen wird, ist die Notwendigkeit einer "effi-zienten" Datensicherung. Die Lösung lautet hier Deduplizierung, also die Eliminie-rung redundanter Daten. Sie war vor gut drei Jahren noch ein neues und mehr oder weniger experimentelles Feature, das nur von einer Handvoll von Storage-Providern angeboten wurde. Heute hingegen gehört es zu den Standard-Anforderungen an Storage-Lösungen. Die Anzahl der konkreten Anwender ist al-lerdings immer noch begrenzt. Das liegt daran, dass Deduplizierung ein recht komplexes Thema ist und bei einer wirklich effektiven Nutzung mehrere Dinge zu beachten sind: zum Beispiel die "Art" (File-Level, Block-Level oder Subblock-Level) und der "Ort“ (auf dem Media-Server oder bereits auf der Applikationsseite). Oder auch, ob es sich um eine Lösung innerhalb der Backup-Software oder um ei-ne dedizierte Deduplizierungs-Appliance handelt, also ein Gerät, das dedupliziert und gleichzeitig auch das Speicher-Array ist. Hier sollte sich der Anwender bei seinem IT-Provider auf jeden Fall detaillierte Informationen einholen, was möglich und für ihn am besten geeignet ist, wie es geht, was es kostet und welche konkre-ten Vorteile es bringt.

Unbestritten ist, dass die Storage-Anforderungen durch das exponentiell wach-sende Datenvolumen in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Und Technologien und Lösungen, mit denen sie erfüllt werden können, gibt es bereits. Mit Investitionen in aktuelle Storage-Management-Technologie können Unterneh-men sich schon heute für die Zukunft wappnen – verbunden mit einer sofortigen Reduzierung von Kosten und Administrationsaufwand.