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Das sind die gefährlichsten LinkedIn-Passwörter

Simon verantwortet als Program Manager Executive Education die Geschäftsentwicklung und die Inhalte des IDG-Weiterbildungsangebots an der Schnittstelle von Business und IT. Zuvor war er rund zehn Jahre lang als (leitender) Redakteur für die Computerwoche tätig und betreute alle Themen rund um IT-Sicherheit, Risiko-Management, Compliance und Datenschutz.
Beim großen LinkedIn-Passwortklau vor vier Jahren kamen mehr als 117 Millionen Datensätze weg - weit mehr als die vormals kolportierten 6,5 Millionen Accounts. LinkedIn fordert seine Nutzer nun erneut zum Passwortwechsel auf. Dem sollten sie nachkommen - gerade dann, wenn ihr Passwort der folgenden Liste entspringt.

In der Hacker-Suchmaschine LeakedSource tauchten gestern auf einmal die neuen Datensätze auf - es wurden sogar LinkedIn-Nutzer per E-Mail angeschrieben, dass Ihnen einen kostenpflichtiger Testzugang zu der Datenbank bereitgestellt werden würde, wenn sie die Daten durchsuchen wollten. LinkedIn selbst bekam von der Aktion ebenfalls sofort Wind: "Gestern wurde uns bekannt, dass ein weiterer Satz von Nutzer-/Passwortdaten geleakt wurde, der aus dem Datendiebstahl von 2012 stammt - es geht um mehr als 100 Millionen Nutzer", schrieb Cory Scott im Unternehmensblog von LinkedIn. Man werde schnellstmöglich die Passwörter aller betroffenen Accounts sperren und die Nutzer um ein Reset ihrer Daten bitten. Es gebe keinerlei Hinweise, dass es sich um einen neuen Angriff handle: "Wir glauben, die Daten stammen aus der Attacke von 2012", antwortete LinkedIn Hani Durzy in einer E-Mail an Pressevertreter - momentan prüfe man noch, wie viele der 117 Millionen Zugänge noch aktiv genutzt würden. LinkedIn hat rund 400 Millionen Mitglieder.

Ein wenig beruhigend für die betroffenen Nutzer ist die Tatsache, dass LinkedIn die Passwörter in verschlüsselter Form - und nicht im Klartext - in seiner Datenbank hinterlegt und die Angreifer entsprechend nicht sofort Zugriff auf die Zugänge haben. Allerdings sei es - so LeakedSource - mittels einfachem Ausprobieren von 50 einfachen Passwörtern bereits möglich gewesen, 2,2 Millionen Accounts zu knacken. Die "Top-20" der geknackten Passwörter lieferte man dann auch gleich in einer praktischen Übersicht mit. Wir haben die Liste hier - nutzen auch Sie eines der aufgeführten Passwörter, wird es höchste Zeit, das zu ändern:

753.305 LinkedIn-Nutzer "schützen" Ihren Account mit: 123456

172.523 LinkedIn-Nutzer verwenden folgendes Passwort: linkedin

144.458 LinkedIn-Nutzer nutzen das Passwort: password

Wenn Sie an dieser Stelle das Registrierungsformular ausfüllen, sollten Sie einige Passwörter tunlichst meiden - Sind Sie bereits LinkedIn-Mitglied und nutzen eines der "Top-Passwörter", wird es Zeit, dieses zu ändern.
Wenn Sie an dieser Stelle das Registrierungsformular ausfüllen, sollten Sie einige Passwörter tunlichst meiden - Sind Sie bereits LinkedIn-Mitglied und nutzen eines der "Top-Passwörter", wird es Zeit, dieses zu ändern.
Foto: LinkedIn / Screenshot: Simon Hülsbömer

Häufig verwendete LinkedIn-Passwörter - Platz 4 bis 20

  • 123456789 (94.314 Mal verwendet)

  • 12345678 (63,769 Mal verwendet)

  • 111111 (57.210 Mal verwendet)

  • 1234567 (49.652 Mal verwendet)

  • sunshine (39.118 Mal verwendet)

  • qwerty (37.538 Mal verwendet)

  • 654321 (33.854 Mal verwendet)

  • 000000 (32.490 Mal verwendet)

  • password1 (30.981 Mal verwendet)

  • abc123 (30.398 Mal verwendet)

  • charlie (28.049 Mal verwendet)

  • linked (25.334 Mal verwendet)

  • maggie (23.892 Mal verwendet)

  • michael (23.075 Mal verwendet)

  • 666666 (22.888 Mal verwendet)

  • princess (22.122 Mal verwendet)

  • 123123 (21.826 Mal verwendet)

Immergleiche Passwörter, immergleiche Buzzwords

Übrigens: LinkedIn-Nutzer fallen nicht nur durch populäre Passwörter auf, sondern manchmal auch durch die immergleichen Phrasen, wenn sie sich über die Plattform für eine neue Stelle bewerben. Das zeigt die folgende Zusammenstellung sehr schön:

Wer seinen LinkedIn-Account nicht nur schützen, sondern auch professionell ausbauen möchte, bekommt in folgendem Artikel hilfreiche Tipps: So bauen Sie Ihr professionelles Social Media Profil