Android-Modernisierer

CyanogenMod ist jetzt eine Firma

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
CyanogenMod war bislang vor allem für Android-Nutzer ein Begriff, die sich sehr in die Tiefen ihres Smartphones wagen.

Das soll nun anders werden: Mit sieben Millionen Dollar Finanzierung von Benchmark Capital und Redpoint Ventures hat sich der einst lose Zusammenschluss von Android-Hackern in die Firma CyanogenMod Inc. verwandelt und hat nichts Geringeres vor, als unter die drei populärsten mobilen Betriebssysteme weltweit vorzustoßen (sprich hinter Android und iOS).

In ein paar Wochen soll es den CyanogenMod Installer bei Google Play geben.
In ein paar Wochen soll es den CyanogenMod Installer bei Google Play geben.
Foto: CyanogenMod

Dazu soll in einem ersten Schritt das Custom-ROM von Cyanogen einfacher zu installieren werden - bislang braucht man dafür eine Menge Zeit und Fachkenntnisse. Künftig (genauer in einigen Wochen) soll man einfach einen CM-Installer aus dem Google Play Store laden und damit CyanogenMod mit einem Knopfdruck herunterladen und einspielen können.

Das Android auf dem Smartphone würde dabei mit einem aktuellen Stock-Android (Google pur) ohne Bloatware plus zusätzliche Personalisierungs- und Sicherheits-Features ersetzt. Künftige Updates erhielte man anschließend - via CyanogenMod - sehr viel schneller als bei der mittlerweile branchenüblichen Warterei auf Anpassungen und Freigaben durch Gerätehersteller und Carrier. Für Nutzer soll der Service kostenlos sein. Man darf freilich gespannt sein, was Google zu dem Vorhaben sagt (auch wenn Cyanogen damit eigentlich nichts anderes macht als Amazon bei seinen Kindles).