Strategische Partnerschaft

Cyanogen OS integriert künftig Microsoft-Apps und -Services

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Anstatt des befürchteten Einstiegs von Microsoft bei Cyanogen kommt es nun „nur“ zu einer strategischen Partnerschaft: Die Company hinter dem Android-Fork Cyanogen OS wird künftig Microsoft-Apps und Services wie Bing, Skype, Outlook und Office integrieren und vertreiben.
Foto: Cyanogen

Wie der Anbieter von Custom-Android-ROMs mitteilte, wird Cyanogen im Laufe des Jahres einige Anwendungen und Cloud-basierte Services nativ in Cyanogen OS einbinden und vertreiben. Dazu zählen unter anderem Bing, Skype, Microsoft OneDrive, OneNote, Outlook und Microsoft Office.

Die Folgen des Deals für Anwender seien allerdings weniger schlimm als befürchtet, berichtet "Android Central" nach Rückfrage bei Cyanogen. So ist zum einen das Community-basierte Custom-ROM CyanogenMod von der Zusammenarbeit mit Microsoft nicht betroffen. Auch auf Cyanogen-OS, quasi der kommerziellen Version von CyanogenMod, würden die Anwender nicht zur Nutzung der Microsoft-Apps und -Services gezwungen. Vielmehr ließen sich die Anwendungen Bloatware-untypisch nicht nur in den Einstellungen deaktivieren, sondern sogar komplett löschen.

Foto: Cyanogen

Außerdem würden die Apps und Services als eine Art Vorschlag im Zusammenhang mit bestimmten Nutzungsszenarien eingeblendet. Dabei soll es sich um ein ähnliches Vorgehen handeln, wie es HTC bei seinem Flaggschiffmodell One M9 anbietet. Wie diese Lösung bei Cyanogen OS in der Praxis aussieht - und vor allem bei der Community ankommt - wird sich zeigen.