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CW-Test: CS1 von Sony zeichnet GPS-Spuren auf

05.11.2007
Mit dem GPS-Logger "CS1" von Sony lassen sich Fotosafaris mit GPS-Daten dokumentieren und jede Aufnahme mit Geo-Koordinaten versehen.

Der CS1 von Sony funktioniert im Prinzip wie ein GPS-Aufnahmegerät. Nach dem Einloggen in das Satellitensignal zeichnet der CS1 kontinuierlich alle Bewegungen seines Trägers auf. Später lassen sich diese Geo-Koordinaten im Rechner automatisch mit digitalen Fotoaufnahmen verknüpfen und auf einer Karte beziehungsweise einem Satellitenbild anzeigen.

CW-Redakteur Martin Bayer berichtet über seine Testerfahrungen mit dem GPS-Logger CS1 von Sony.
CW-Redakteur Martin Bayer berichtet über seine Testerfahrungen mit dem GPS-Logger CS1 von Sony.

Der CS1 kann mit einer Batterie etwa 14 Stunden Weg aufzeichnen. Sind Sie länger unterwegs sollten Sie darauf achten, genug Ersatzbatterien mitzunehmen. Der interne Speicher fasst GPS-Daten für etwa 198 Stunden. Die Handhabung des CS1 ist einfach. Über einen zentralen Knopf wird das Gerät eingeschaltet. Eine LED-Anzeige signalisiert, ob der GPS-Logger die notwendigen Satellitensignale empfangen hat, um sich orientieren zu können. Ein rhythmisches Doppelblinken zeigt an, dass der CS1 noch sucht. Blinkt die Anzeige jeweils nur einmal hat sich das GPS-Gerät eingeloggt. Zwei weitere LEDs informieren über den Ladestand der Batterie sowie den freien internen Speicherplatz für die GPS-Daten.

Lieferumfang

  • GPS-Logger;

  • Tragetasche inklusive Karabinerhaken;

  • USB-Kabel für die Verbindung zum PC;

  • Software;

  • Anleitung.

Nach Abschluss der Fototour lassen sich GPS-Informationen via USB-Kabel auf den Rechner überspielen. Mit Hilfe der Software "GPS Image Tracker" können die Log-Files weiter bearbeitet werden (beispielsweise umbenennen). Wichtig ist dabei, dass Sie auf die richtige Zeitzone einstellen, bevor Sie die GPS-Daten mit den Digitalaufnahmen kombinieren.

Sony legt seinem GPS-Paket außerdem sein Picture Utility-Programm bei, mit dem Fotos direkt von Sony-Kameras herunter geladen werden können. Allerdings funktioniert der GPS Image Tracker auch mit Geräten anderer Kamerahersteller. In der Software lässt sich auswählen, welche Ordner das Programm nach Bilddaten durchsuchen soll.

Die Korrelation zwischen GPS- und Bilddaten erfolgt über die Uhrzeit. Die aktuellen Digitalkameras zeichnen die genaue Zeit auf, wann eine Aufnahme gemacht wurde und hängen diese Information an die Bilddaten an. Für die Praxis gilt deshalb: Um möglichst genaue Positionsdaten ihrer Aufnahmen zu erhalten, muss die Uhrzeit der Kamera exakt eingestellt sein. Weichen die Zeiten des GPS-Signals und der Kamera zu sehr voneinander ab, kommt es zu Ungenauigkeiten.

Im GPS-Image-Tracker-Programm wählt man die Log-Datei aus und sucht das Verzeichnis mit den Bilddaten, die mit den GPS-Daten verknüpft werden sollen. Auf Knopfdruck kombiniert die Software Bild- und GPS-Daten. Im nächsten Schritt lässt sich auf Karten- und Satellitenbildansichten von Google-Maps der genaue Aufnahmeort jedes Bildes betrachten.

Fazit:

Der CS1 liefert durchaus genaue Positionsdaten, sofern die Zeit der Digitalkamera genau eingestellt ist. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es durch Unschärfen der GPS-Technik durchaus zu Abweichungen von einigen Metern kommen kann. Das mag in großflächigen Arealen wie bei einer Wanderung durch die Berge nicht so problematisch sein. Bei einer Stadtbesichtigung kann sich diese Unschärfe aber durchaus bemerkbar machen.

Dazu kommt, dass es teilweise einige Minuten dauert, bis der CS1 den Kontakt zu den Satelliten gefunden hat. Nicht zu empfehlen ist es, das Gerät einfach an den Gürtel zu hängen und loszumarschieren, in der Hoffnung das Einloggen werde schon funktionieren. Auch im Betrieb sollte man sich von Zeit zu Zeit vergewissern, ob der GPS-Kontakt noch besteht. Es kann nämlich passieren, dass dieser gerade in engen Häuserschluchten oder in stark bewaldeten Gebieten abreißt.

Trotz dieser kleinen Schwächen empfiehlt sich der CS1 als nützliches Werkzeug für Hobby- wie Profifotografen. Das Gerät ist leicht, handlich und kompakt, und stört somit auf keiner Fototour. Die Bedienung von Gerät und Software funktioniert einfach. Alle notwendigen Funktionen sind vorhanden. Die Betriebsdauer von 14 Stunden ist akzeptabel, allerdings sollte man immer eine Ersatzbatterie dabei haben. Auch der Preis geht in Ordnung. Der CS1 ist im Internet ab etwa 100 Euro zu haben. (ba)