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Corning rechnet mit weiteren Schwierigkeiten

10.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Glasfaserspezialist Corning erwartet für das dritte Quartal 2002 Einnahmen, die am unteren Ende der Prognosen liegen. Statt zwischen 825 und 875 Millionen Dollar umzusetzen, reduzierte das Unternehmen seine Erwartungen auf eine Spanne zwischen 830 und 840 Millionen Dollar. Der Verlust wird zwischen sieben und acht Cent je Aktie liegen. Auch für das laufende vierte Quartal sieht der Marktführer noch keine Anzeichen der Erholung. "Die Aussichten der TK-Industrie bleiben weiterhin schlecht angesichts der zunehmenden Einsparungen der Carrier, der laufenden Konsolidierung der Branche sowie den Insolvenzen". Für James B. Flaws, Finanzvorstand von Corning wird sein Unternehmen daher mit weiteren Restrukturierungen reagieren, um im nächsten Jahr wieder Gewinne zu schreiben. Denkbar seien die Entlassung von Mitarbeitern, der Verkauf einiger Geschäftsbereiche und die Schließung von Fabriken.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Corning 10 000 Mitarbeiter entlassen, im laufenden Jahr sollten weitere 4400 Jobs gestrichen sowie Fabriken und Forschungslabore geschlossen werden. Genaue Angaben, was jetzt auf dem Programm steht, will der Konzern am 30. Oktober mit Bekanntgabe der offiziellen Quartalszahlen machen. (rs)