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Copyright-Schutz: Peer-to-Peer-Techniken

16.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Cheftechnologen großer IT-Unternehmen wie Microsoft, Intel oder Dell Computer wollen sich mit der Filmindustrie an einen Tisch setzen, um gemeinsam Maßnahmen zur Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen auszuarbeiten. Hintergrund sind die entgegengesetzten Interessen beider Lager: Die Technikkonzerne profitieren von der explosionsartigen Verbreitung multimedial vermittelter Inhalte, während die Inhaber von Urheberrechten das illegale Kopieren von geschütztem Content vermeiden wollen.

Nach den Vorstellungen der Studiobosse soll eine gemeinsam mit der IT-Industrie gebildete Arbeitsgruppe vor allem der Verbreitung von Peer-to-Peer-(P2P-)Techniken Einhalt gebieten. Gerade dieses Verfahren ist jedoch nicht so einfach zu unterbinden. Das Vorgehen gegen P2P erfordere einen "langfristigen, wohl überlegten Ansatz", der technische Innovationen nicht einschränken dürfe, warnen die IT-Konzerne. Hier seien in erster Linie erzieherische Maßnahmen, die Verschärfung der bestehenden Gesetze sowie neue Formen der Content-Distribution gefragt. Die größte Hürde sehen die Hersteller in dem fehlenden Unrechtsbewusstsein vieler Anwender bei der Nutzung von Unterhaltungsangeboten aus dem Internet. (sp)